Wiederaufbau geht in neue Runde:

Handwerker steigen Jacobi-Kirche aufs Dach

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sieht das zerstörte Gotteshaus in Prenzlau  hoffnungsvollen Zeiten entgegen.

Fachliches Können und Geschicklichkeit sind von den Mitarbeitern der Firma Dachbau Prenzlau gefragt, und sie müssen schwindelfrei sein, um in einer Höhe zwischen zehn und 18 Metern auf dem Kirchendach arbeiten zu können.
Heiko Schulze Fachliches Können und Geschicklichkeit sind von den Mitarbeitern der Firma Dachbau Prenzlau gefragt, und sie müssen schwindelfrei sein, um in einer Höhe zwischen zehn und 18 Metern auf dem Kirchendach arbeiten zu können.

Im April 1945, in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges,  fielen 85 Prozent der uckermärkischen Kreisstadt in Schutt und Asche. Der zerstörte Turm der Jacobi-Kirche, der erst seit 2007 durch ein Flachdach vor weiteren Schäden geschützt wird, ist ein Mahnmal, das Passanten bis heute an jene schrecklichen Ereignisse erinnert.

Mitarbeiter der Firma Dachbau Prenzlau sind gegenwärtig dabei, das Dach des Kirchenschiffes für die Neueindeckung mit roten Biberschwänzen vorzubereiten. Ein gut sichtbarer Schritt beim Ausbau der ältesten kontinuierlich genutzten Kirche der Stadt zu einem modernen Gemeinde- und Bürgerzentrum.  Der Innenausbau soll in zwei Bauabschnitten 2016 und 2017 fortgeführt werden. Doch eine Fertigstellung ist nicht vor Ende 2017 in Sicht.

Hilfe für den neuen Turm gefragt

Und es bleibt offen, ob und wann der Wiederaufbau des Turms Wirklichkeit wird. Zwischen 650 000 und 700 000 Euro sind allein dafür nötig, schildert Superintendent Reinhart Müller-Zetzsche. Circa 70 000 Euro an zweckgebundenen Spenden liegen bereit. Ein erster, mit Unterstützung der Stadt gestellter Antrag auf Mittel aus dem Programm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ war gescheitert. Ein neuer Antrag soll auf den Weg gebracht werden.

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