Unfall auf Autobahn:

Herzattacke bei Tempo 120

Stechende Schmerzen brachten einen Autofahrer mächtig in die Bredouille. Er hatte Glück, dass die nachfolgenden Fahrer geistesgegenwärtig reagierten.

Der Wagen kam nach den Zusammenstößen gegen die Leitplanken auf der Standspur zum Stehen, ohne dass größere Schäden entstanden.
Thoma Walther Der Wagen kam nach den Zusammenstößen gegen die Leitplanken auf der Standspur zum Stehen, ohne dass größere Schäden entstanden.

Ein Autofahrer ist am Montag gegen 11 Uhr auf der Autobahn 11 zwischen den Anschlussstellen Gramzow und Warnitz in Richtung Berlin gegen die Leitplanken gerast. Der Fahrer aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein war von Polen kommend in Richtung Heimat unterwegs. Plötzlich, so schilderten es nachfolgende Kraftfahrer, sei das Fahrzeug ruckartig nach links ausgeschert, gegen die Mittelleitplanke gekracht und zurückgeschleudert worden gegen die rechte Leitplanke.

Geistesgegenwärtig drosselten die beiden nachfolgenden Pkw-Fahrer ihre Geschwindigkeit und blockierten beide Spuren. Sie fuhren mit eingeschalteter Warnblinkanlage in sicherem Abstand hinter dem schlingernden Wagen her. Der VW fuhr noch eine Weile im Zickzackkurs über die Autobahn, ehe er nach knapp zehn Minuten auf dem Seitenstreifen zum Stehen kam.

Dem herbeigeeilten Notarzt berichtete der Ratzeburger von heftigen gesundheitlichen Problemen. Dabei soll er sich die linke Brustseite gehalten haben, so ein Polizist. Rettungskräfte brachten den Mann zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Prenzlau. Der Unfallwagen war zwar noch fahrbereit, wurde aber abgeschleppt.

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