Internetkriminalität:

Hinter vermeindlicher Rechnung lauert Trojaner

Im elektronischen Postfach lauert die Gefahr. Sie kommt in Gestalt einer E-Mail, die den Empfänger zunächst mit immens hohen Telekomkosten erschreckt. Doch Betroffene müssen ein ganz anderes Dilemma fürchten.

Die von Internetkriminellen gefälschten Telekom-Rechnungen erkennt man an der unpersönlichen Anrede sowie an den fiktiven Kundennummern, die nicht mit dem Buchungskonto der Betroffenen übereinstimmen.
Faksimile: Nadine Teucher Die von Internetkriminellen gefälschten Telekom-Rechnungen erkennt man an der unpersönlichen Anrede sowie an den fiktiven Kundennummern, die nicht mit dem Buchungskonto der Betroffenen übereinstimmen.

Auf den ersten Blick täuschend echt aussehende Telekom-Rechnungen mit immens hohen Kosten bekommen derzeit viele Uckermärker per E-Mail. Die Betroffenen sind Opfer gezielter Attacken von Internetkriminellen geworden. Alexia Sailer, Pressesprecherin des Konzerns, kennt das Problem. Sie weiß, wie diese sogenannten Spam-Mails trotzdem schnell entlarvt werden können. „Auf den vermeintlichen Rechnungen werden die Betroffenen nicht persönlich angesprochen“, erklärte sie. Statt dessen sind die Dokumente mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder ähnlich unpersönlichen Ansprachen überschrieben. Ein weiteres Indiz sind fiktive Kundennummern, die sich nicht mit den Nummern auf echten Telekom-Rechnungen der Betroffenen decken. Oft fehle auch das Buchungskonto.

Doch nicht den immens hohen Rechnungsbetrag müssen die E-Mail-Empfänger fürchten. Es ist eine andere Gefahr, die von diesen Spam-Mails ausgeht. Folgen Empfänger dem Link, der zur „aktuellen Rechnung“ im pdf-Format führt, werden die Rechner der Betroffenen mit einem Schadprogramm infiziert – sogenannten Trojanern. Durch diese Programme, so warnte Alexia Sailer, sind Cyberkriminelle in der Lage, die Computer fernsteuern zu können. Auf diese Weise können persönliche Daten für das Online-Banking ausgespäht werden. Mehr noch: Die gekaperten Rechner werden zu sogenannten Bot-Netzwerken zusammen geschaltet, so die Pressesprecherin. Ohne dass deren Eigentümer es merken, werden von diesen Rechner Spam-Mails verschickt.

Hilfe im Internet

Personen, die dem Link in den gefälschten Rechnungen gefolgt sind, empfahl sie, ihre Rechner zu überprüfen. Sie verwies auf einen speziellen Test, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf seiner Internetseite eingerichtet hat (https://www.sicherheitstest.bsi.de). Betroffene werden sowohl vom Bundesamt als auch von der Telekom beraten, wie sie ihre Rechner aus dem Bot-Netz herauslösen können. Versierte Computernutzer können auch den Hinweisen auf der Internetseite www.botfrei.de folgen.

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