Neuer Ansatz:

Hoffnung für Gollmitzer Flutopfer

Im Fall einer havarierte Brunnenbohrung bahnt sich eine Lösung an. Der Kreisverwaltung Uckermark liegt ein neues Gutachten vor, das die Bewohner von bislang gesperrten Eigenheimen aufatmen lässt.

Peter Quass gehört zu den Betroffenen. Hier zeigt er die derzeitige Notlösung zur Ableitung des austretenden Wassers vor seinem Grundstück.
Uwe Werner Peter Quass gehört zu den Betroffenen. Hier zeigt er die derzeitige Notlösung zur Ableitung des austretenden Wassers vor seinem Grundstück.

Sogenannte Rotationskernbohrungen einer Spezialfirma sollen jetzt Aufschluss darüber geben, wie gefährdet Wohngrundstücke in Gollmitz nach einer havarierten Brunnenbohrung sind. Nach der Katastrophe vom 19. Juni 2015 liegt der Kreisverwaltung Uckermark jetzt ein neues Gutachten vor. Demnach sei die Tragfähigkeit des Baugrundes durch das austretende Grundwasser zwar beeinträchtigt, die Standfestigkeit der Gebäude allerdings nicht akut gefährdet, so Pressesprecherin Ramona Fischer. 

Sollten sich die Aussagen des neuen Gutachtens bewahrheiten, wäre eine schnellere und vor allem kostengünstigere Lösung des Problems möglich. Geplant ist der Einbau eines Spundwandkastens zur Beherrschung des havarierten Bohrlochs und die kontrollierte Ableitung des Wassers über ein Rohrsystem in den benachbarten Mühlenteich.

Nach der Havarie im Sommer vergangenen Jahres mussten drei Familien ihre Wohngrundstücke verlassen. Zudem wurde die Kreisstraße K 7325 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Bei einer nicht angezeigten und aus dem Ruder gelaufenen Bohrung hatte die von einem Mieter beauftragte Firma, ohne Kenntnis über die artesischen Grundwasserverhältnisse, die Katastrophe ausgelöst.

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