Folgen von Unwetter:

Hunderte Bäume erwartet noch die Säge

Nach dem orkanartigen Sturm von 25. Juni in Prenzlau legte Prenzlaus Bürgermeister jetzt eine erste Schadensbilanz vor. Knapp 130 000 Euro kostet demnach allein die Beseitigung von Schäden an Bäumen im Stadtgebiet.

Am Prenzlauer Medienturm fielen am Freitag zwei Bäume der Motorsäge zum Opfer. Ihnen hatte der Sturm Ende Juni so schwer zugesetzt, dass sie gefällt werden mussten.
Claudia Marsal Am Prenzlauer Medienturm fielen am Freitag zwei Bäume der Motorsäge zum Opfer. Ihnen hatte der Sturm Ende Juni so schwer zugesetzt, dass sie gefällt werden mussten.

Während in der uckermärkischen Kreisstadt Mitarbeiter von Fachfirmen unablässig dabei sind, Sturmschäden an Bäumen zu beseitigen, gibt es jetzt eine erste Übersicht über das Ausmaß der Schäden und der Kosten für ihre Beseitigung. Am Donnerstagnachmittag hatte Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer den Stadtverordneten eine erste Schadensbilanz vorgestellt. Allein für die Beseitigung von Schäden an den Bäumen im Stadtgebiet sind bis jetzt 87 000 Euro aufgelaufen. Am Freitag bekam der Bürgermeister den Kostenvoranschlag für die notwendigen Arbeiten im Stadtpark. Demnach werden noch einmal rund 41 000 Euro fällig. Fehlanzeige, was die Übernahme von Kosten durch den Versicherungsträger des Kommunalen Schadensausgleichs betrifft – von dort wird es kein Geld geben, sagte Sommer.

„Seit dem 25. Juni wurden bis jetzt im Stadtgebiet rund 20 000 Bäume kontrolliert. Circa 1000 sind schwer beschädigt“ sagte das Stadtoberhaupt. Einer der Schwerpunkte ist dabei die Grabowstraße. „Dort standen 172 Bäume. 130 von ihnen wiesen Schäden auf.“ Ähnlich prekär hatte sich die Lage auf dem Prenzlauer Friedhof dargestellt. „Von den 505 Bäumen, die dort stehen, waren 152 betroffen.“ Im gesamten Stadtgebiet sind nach Aussagen von Hendrik Sommer bislang insgesamt 658 Bäume ausgeästet worden.

Und die Arbeiten gehen weiter. Denn als Nächstes steht das große Aufräumen im Stadtpark an. „Dort stehen 888 Bäume. 57 werden wir fällen müssen“, erklärte Sommer. An 233  Bäumen muss das Totholz aus den Kronen geschnitten werden, an weiteren 41 müssen ebenfalls Kronensicherungsschnitte durchgeführt werden, kündigte der Bürgermeister an. Bislang ist der Zugang zu dem Areal für die Bürger nach wie vor gesperrt, betonte der Bürgermeister. Doch ein Ende ist absehbar. „Ich denke mal, dass es noch circa eine Woche dauern wird, bis wir so weit sind, dass wir den Hauptweg durch den Stadtpark wieder freigeben können“, zeigte sich Hendrik Sommer optimistisch.

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