Per SMS bedroht:

IS-Propaganda an Uckermärker geschickt

Eine Kurznachricht von der Terrormiliz? Mehrere Menschen aus der Region haben tatsächlich solche Botschaften an ihr Handy geschickt bekommen. Sie haben bei der Polizei Anzeige erstattet.

Fünf Anzeigen wegen der drohenden SMS hat die Uckermärker Polizei bereits entgegen genommen.
Patrick Pleul/Symbolfoto Fünf Anzeigen wegen der drohenden SMS hat die Uckermärker Polizei bereits entgegen genommen.

Mehrere Uckermärker haben von einem Islamisten Kurznachrichten erhalten. Der Absender ist angeblich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), beziehungsweise ein Sympathisant aus Berlin. Einer der betroffenen Uckermärker ist Jürgen H. (Name auf Wunsch geändert). Der Prenzlauer zeigte diese SMS dem Uckermark Kurier, nachdem er bei der Polizei Anzeige erstattet hatte. Darin wird mit der "Strafe eines großen Tages" gedroht. Diese Woche sind in der Uckermark fünf Anzeigen wegen solcher Nachrichten aufgegeben worden, bestätigte Stefan Möhwald, Pressesprecher der Polizeidirektion Ost. Die Ermittlungen laufen.

Dabei wollte es Jürgen H. nicht belassen.“Das muss bekannt gemacht werden“, sagte der Prenzlauer. Schließlich wird in der SMS auf eine dubiose Internet-Seite verwiesen. Ein Ansprechpartner wird dort namentlich genannt, mit der Handy-Nummer, von der die SMS an Jürgen H. verschickt wurde. Als Standort des Betreibers wird ein Postfach ihn Berlin angegeben.

Im Brandenburger Innenministerium ist der Mann bekannt, hieß es auf Nachfrage. Der SMS-Schreiber sei ein Islamist. Dass Uckermärker wie Jürgen H. per SMS angeschrieben werden, liege wohl am Zufallsprinzip, ähnlich wie bei wahllos verschickten Spam-Mails. "Wer eine solche Nachricht bekommt: Auf keinen Fall antworten", sagte Pressesprecher Ingo Decker. Diesem Mann Einhalt zu gebieten liege aber aufgrund des angegebenen Wohnortes im Bereich der Berliner Justiz.

Mehr zu der bizarren Internet-Seite des Islamisten, und warum diese noch nicht abgestellt wurde, lesen Sie hier.