Kinder, Ältere und Hilfebedürftige profitieren von fünf Cent:

Jede Papiertüte bedeutet ein Stück Menschlichkeit

Die Zeiten, dass im Prenzlauer Marktkauf die braunen Papiertüten umsonst an Kunden herausgegeben werden, sind seit zwei Jahren vorbei. Fünf Cent je Tüte sind zu bezahlen. Viele Kunden fragen sich, was denn mit dem Geld  passiert.

Nicht in die Tüte, aber ins Sparschwein des Lokalen Bündnisses für Familien steckte Marktchefin Petra Elsässer-Kaminski (dritte von links) 2400 Euro. Sehr zur Freude von Marion Ben Rabah, Ulrike Brinkoch und Thomas Tiede (von links).
Heiko Schulze Nicht in die Tüte, aber ins Sparschwein des Lokalen Bündnisses für Familien steckte Marktchefin Petra Elsässer-Kaminski (dritte von links) 2400 Euro. Sehr zur Freude von Marion Ben Rabah, Ulrike Brinkoch und Thomas Tiede (von links).

Ulrike Brinkoch und Thomas Tiede, Koordinatorin und Vorsitzender des Hospizvereins Uckermark, freuen sich über jede einzelne verkaufte Tüte. Ebenso darüber, dass deren Käufer - immerhin 90 000 zwischen Februar und September 2013 - sich damit ganz bewusst entschließen, das Lokale Bündnis für Familien zu unterstützen. Große Aufsteller vor den Kassen weisen auf diesen Zweck hin.

„Die Entscheidung, das lokale Bündnis auszuwählen, zu dem der Hospizverein zählt, haben wir ganz bewusst getroffen. Damit kommt der Erlös aus dem Tütenverkauf Kindern, Älteren, hilfebedürftigen Menschen zugute“, schildert Marktleiterin Petra Elsässer-Kaminski.

Zugleich zollt sie dem Hospizverein mit seinen derzeit 32 ehrenamtlichen Sterbebegleitern größten Respekt: „Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie unbeschreiblich wertvoll Ihre Arbeit ist. Wie viele Menschen sterben ohne Betreuung oder sie werden im Sterbeprozess aus Krankenhäusern ausgewiesen.“

Das Thema „würdevolles Sterben“ aus seinem Nischendasein ins Bewusstsein der Bürger, aber auch der Ärzte, Pflegekräfte und Politiker zu rücken ist ein wichtiges Ziel, das der Hospitzverein verfolgt.

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