Streit an Bushaltestelle:

Jugendliche erpressen Asylbewerber

Die Gruppe soll dem jungen Mann die Musikbox abgenommen und Geld gefordert haben, wenn er sie zurückhaben will. Die Polizei konnte die mutmaßlichen Täter schnappen.

Die Polizei in Prenzlau ermittelt gegen sechs Jugendliche, die an einer Bushaltestelle einen afghanischen Asylbewerber erpresst haben sollen.
Stephan Jansen Die Polizei in Prenzlau ermittelt gegen sechs Jugendliche, die an einer Bushaltestelle einen afghanischen Asylbewerber erpresst haben sollen.

Die Kriminalpolizei der Inspektion Uckermark ermittelt derzeit gegen sechs Jugendliche, die einer Erpressung verdächtigt werden. Die vier männlichen Heranwachsenden, 16 und 17 Jahre alt, sowie ihre beiden 15- und 17-jährigen Begleiterinnen sollen an einer Bushaltestelle im Prenzlauer Georg-Dreke-Ring einen ihnen unbekannten 25-jährigen afghanischen Asylbewerber attackiert haben. Einer der jungen Leute aus der Gruppe soll dem Mann seine Musikbox aus der Hand genommen und Geld gefordert haben, wenn dieser sein Eigentum wieder haben will. „Als sich der Afghane verbal wehrte, drängte ihn ein anderer Jugendlicher ab und beleidigte ihn“, schilderte Astrid Reinecke, Sprecherin in der Polizeidirektion Ost, den Vorfall. Sie betonte gleichzeitig, dass es nach bisherigen Erkenntnissen zu keinen Handgreiflichkeiten gekommen sei. Der Angegriffene suchte die Hilfe der Polizei.

Die Beamten konnten am Busbahnhof die beschriebene Gruppe ausfindig machen. Die Musikbox wurde in einem Abfalleimer gefunden und als Spurenträger sichergestellt. Während der Maßnahmen hob ein 16-jähriger Beteiligter den Arm zum „Hitlergruß“. Der bereits wegen Körperverletzungen bekannte Jugendliche wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Dabei wurde er im Beisein seiner Erziehungsberechtigten angehört. Weitere Ermittlungen folgen.

 

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