Wunschbox-Aktion:

Junge Friseurin opfert ihr Trinkgeld

Wer wenig hat, gibt oft gern und gemessen an seinem Einkommen viel. Nur ein Stereotyp? Nein. Bianca Berg aus Prenzlau ist so ein tolles Beispiel.

Die alleinerziehende Bianca Berg kommt selbst kaum um die Runden, doch auch sie spendet.
Claudia Marsal Die alleinerziehende Bianca Berg kommt selbst kaum um die Runden, doch auch sie spendet.

Seit dem Sommer ist zwar auch im Friseurhandwerk der Mindestlohn endlich Pflicht. Doch bei 8,50 Euro die Stunde kann man sich ausrechnen, wie viel am Ende des Monats bleibt. Man könnte ihnen als nicht verübeln, wenn sie beim Thema Spenden abwinken würden. Doch das tun sie oftmals gar nicht. Friseurin Bianca Berg ist so ein Beispiel für Mitmenschlichkeit. Die alleinerziehende Mutter kaufte bei „Friseur im Trend“, bei dem sie seit Jahren beschäftigt ist, einen Gutschein und brachte ihn vor Schichtbeginn in die Redaktion für die weihnachtliche Wunschbox-Aktion.

„Mir tun die vielen Rentner leid, die ein Leben lang gearbeitet haben, und sich jetzt trotzdem nichts leisten können“, sagte die 27-Jährige – in Gedanken bei Oma Tine, der sie persönlich viel zu verdanken hat. Bianca Berg berichtete voller Zuneigung von den vielen Senioren, die oft für einen Haarschnitt sparen müssten und nach dem Friseurbesuch von ihrer kleinen Rente Trinkgeld geben.

Wir sagen: Daumen hoch für diese warmherzige Kreisstädterin.  In der großen Überraschungskiste liegen bereits Fußpflege-, Foto- und Kosmetik-Gutscheine. Wer bei der Wunschbox-Aktion mitmachen will, kann sich in der Redaktion melden: Telefon 03984 864712

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