Betrieb geht unter neuem Namen weiter:

Junger Chef rettet Jobs seiner Kollegen

Als er seine Kündigung von der Firma Ziems bekam, brauchte Niederlassungsleiter Tom Kurzeia genau eine Nacht, um zu überschlafen, wie es weitergehen soll. Dann nahm der 29-Jährige allen Mut zusammen und ging in die Offensive.

Tom Kurzeia ist zuversichtlich, dass der Neustart klappt.
Claudia Marsal Tom Kurzeia ist zuversichtlich, dass der Neustart klappt.

Tom Kurzeia hat dafür gesorgt, dass nicht die nächste Firma vom Prenzlauer Wirtschaftsatlas verschwindet. So wie der Niederlassungsleiter der Firma Ziems selbst, hatten auch alle Kollegen des Prenzlauer Betriebsteils ihre Kündigung erhalten. Das Schrott-Recycler war überschuldet und konnte seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Die Standorte Prenzlau, Wittstock, Neuruppin und Plau sollten deshalb geschlossen werden, um das Unternehmen in abgespeckter Form zu retten.

„Das war ein großer Schock für uns alle“, so der 29-jährige Betriebsteilleiter. Er gestattete sich trotzdem nicht mehr als eine schlaflose Nacht, um zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Ab 1. November traten für fünf der ehemals sieben Mitarbeiter neue Arbeitsverträge in Kraft. Unterzeichnet hat sie Tom Kurzeia, nun in Funktion des geschäftsführenden Gesellschafters des neuen Unternehmens PSR – Prenzlauer Schrott-Recycling GmbH. Im Hintergrund wirken zwei weitere Gesellschafter, dank denen der Kauf des Prenzlauer Betriebsteils aus der Insolvenzmasse schnell über die Bühne gebracht werden konnte.

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