Injektizide gegen Schwarm eingesetzt:

Junger Imker sauer über „sinnlosen Bienentod“

Ein laut summender Schwarm mitten in der Stadt – das sorgt für Aufregung. So geschehen in dieser Woche in Prenzlau. In besag-tem Fall war die Feuerwehr schnell zur Stelle und schal-tete die Gefahr mit Insektenvernichtungsmitteln aus. Doch das stößt auf Kritik.

Das Bienenvolk, tot am Boden.
UKK Das Bienenvolk, tot am Boden.

Ein Bienenschwarm versetzte in dieser Woche Passanten in der Prenzlauer Innenstadt in Aufregung. Das fliegende Volk hatte sich an einer Kreuzung der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße auf einem Trafo-Kasten niedergelassen. Die alarmierte Feuerwehr setzte Insektenvernichtungsmittel ein und tötete damit die Tiere - ungeachtet der Warnung des Bienen-Fachmannes René Sonnenberg aus Schmölln. Der Imker hatte der Feuerwehr telefonisch erklärt, er könne den Bienenschwarm bergen. Er lud sofort seinen Schwarmfangkasten, Wasser und Schleier ins Auto und fuhr in Richtung Kreisstadt. Doch die Feuerwehr wartete seiner Aussage nicht bis zu seinem Eintreffen und tötete die Bienen.

Die Feuerwehr berief sich auf Nachfrage des Uckermark Kurier darauf, dass Gefahr im Verzug gewesen sei. Zur besagten Zeit hätten viele Schulkinder diese Ampelkreuzung passiert. Es gab Anlass zur Sorge, dass der Schwarm aufgestöbert wird und die Bienen zu stechen beginnen. Das Urteil der Feuerwehrleute soll aber auch die Einschätzung eines anderen Imkers beeinflusst haben, der durch Zufall zur Stelle war, sagt Sonnenberg.

Der Schmöllner Imker erklärte dem Uckermark Kurier: Und selbst wenn der Schwarm von Milben befallen gewesen wäre, so wie der Fachmann vor Ort wohl konstatiert hatte, hätte das nicht sein Todesurteil sein müssen. „Ich würde mir wünschen, dass man beim nächsten Mal sensibler vorgeht. Mich beispielsweise kann man zu jeder Zeit anrufen. Ich komme und hole die Bienen ab.“

 

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