Radweg Berlin-Usedom:

Kaum gebaut und schon kaputt

Die Freude war groß, als das noch fehlende Teilstück des Radweges bei Stegelitz im Sommer eingeweiht werden konnte. Doch die Freude währte nicht lange.

Das Pflaster hat den Forstfahrzeugen nicht standgehalten. Der Radweg ist nach nur einem halben Jahr zerfahren.
Matthias Bruck Das Pflaster hat den Forstfahrzeugen nicht standgehalten. Der Radweg ist nach nur einem halben Jahr zerfahren.

„Möge er lange halten“, hatte Landrat Dietmar Schulze dem etwa 500 Meter langen Radweg, der von Steinhöfel zur Brücke über die A11 führt, gewünscht, als er im Sommer den symbolischen Scherenschnitt zur Einweihung vornahm. Nun hat es nicht mal ein halbes Jahr gedauert und der Radweg ist auf einer Strecke von mehreren Hundert Metern zerstört.

Der Waldbesitzer hatte links und rechts des Weges Bäume fällen lassen. Mit schwerer Rücketechnik waren die Mitarbeiter eines Forstbetriebes angerückt, um die Stämme aus dem Wald zu bergen. Sie fuhren nicht nur längs auf dem Radweg, der an dieser Stelle nicht asphaltiert, sondern gepflastert ist. Sie fuhren auch kreuz und quer über die Piste, um an die gefällten Bäume zu gelangen. Die Folge: Die Ränder des Weges sind über weite Strecken heruntergedrückt, teilweise sind ganze Steine herausgerissen.

Schäden werden ausgeglichen

Die Kreisverwaltung Uckermark ist über den jetzigen Zustand des Radweges informiert und hat reagiert. „Die Firma, die dort mit schwerer Technik angerollt ist, hat uns versichert, die Schäden wieder auszugleichen“, berichtet die stellvertretende Landrätin Karina Dörk (CDU). Eigentlich ist der Kreis für diesen Weg nicht mehr zuständig, da er mit der Fertigstellung an die Gemeinde Flieth-Stegelitz im Amt Gerswalde übergeben worden war.

Dennoch solle nun auch geprüft werden, inwieweit hier möglicherweise ein Gewährleistungsfall vorliegt, denn eigentlich sollten Radwege in der Forst auch Forstfahrzeuge aushalten können. Karina Dörk hofft, dass diese Frage ohne rechtliche Auseinandersetzung geklärt werden kann. Kai Hermann, Bürgermeister von Flieth-Stegelitz, bestätigt, dass an einer Lösung für den Schaden gearbeitet wird. Es bleibe zu hoffen, dass diese schnell kommt, damit die Radler in der Saison einen befahrbaren Radweg vorfinden.

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