Händler protestieren:

Keine weiteren Märkte im Schafgrund

Über 40 Gewerbetreibende der Stadt rückten den Abgeordneten vom Wirtschaftsausschuss am Dienstagabend auf den Pelz.

Viele Abgeordnete beeindruckte der Auftritt der Gewerbetreibenden der Stadt. Die fürchten um ihre Existenz in der nächsten Zukunft.
Thomas Walther Viele Abgeordnete beeindruckte der Auftritt der Gewerbetreibenden der Stadt. Die fürchten um ihre Existenz in der nächsten Zukunft.

Die Sitzung des Wirtschaftsausschusses verließen viele der anwesenden Händler und Gastronomen am Dienstagabend erbost. Gut 40 Gewerbetreibende aus der Stadt waren zur Sitzung gekommen, weil sie den Abgeordneten klar machen wollten, dass sie eine Vergrößerung von Verkaufsflächen durch Handelsriesen wie Aldi und Dänisches Bettenlager im Gewerbegebiet Am Schafgrund nicht wollen. Die Einzelhändler in der Innenstadt sorgen sich um ihre Existenzen.

Eine Geschichte machte sie wütend. Bürgermeister Hendrik Sommer, der sich ebenfalls gegen eine Erweiterung aussprach, wurde in einer Sitzungspause von einem Aldi-Vertreter angesprochen. Er werde seinen vier Mitarbeitern jetzt sagen, dass Aldi in Prenzlau nicht gewünscht sei und er sie demnächst entlassen müsse.

Zuvor hatte der Zweite Beigeordnete der Stadt, Dr. Andreas Heinrich, die Abgeordneten darüber informiert, das es Anfragen von Aldi und Dänischem Bettenlager gibt, die ihre bisherigen Standorte in der Stadt aufgeben und Am Schafgrund neu und größer bauen wollen. Auch ein Drogeriemarkt möchte dort hin. Nach einer Erhebung der Stadt von 2007 lag die Verkaufsfläche pro Einwohner damals bereits bei 2,9 Quadratmeter. Bundesweit liegt sie bei 1,45 Quadratmeter.

Händler und Stadt befürchten das die neuen Märkte potentielle Käufer in Größenordnungen aus der Innenstadt abziehen. Diese Bedenken teilten in der Diskussion auch die Mehrheit der Abgeordneten. Das Thema soll nun auf der Stadtverordnetenversammlung am 7. Mai weiter beraten werden. 

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