Hoffnung für barocke Baukunst:

Kettenhaus mit Laser vermessen

Seinen bauhistorischen Wert für die Stadt Prenzlau sieht man dem Gebäude wahrlich nicht an. Doch es gibt einen Mann, der das ändern will und kann.

Eine digitale Aufnahme des dreidimensional vermessenen Kettenhauses: Mitarbeiter des Deutschen Forschungsinstitutes für künstliche Intelligenz verewigten damit den jetzigen Zustand des Hauses.
Christian Müller Eine digitale Aufnahme des dreidimensional vermessenen Kettenhauses: Mitarbeiter des Deutschen Forschungsinstitutes für künstliche Intelligenz verewigten damit den jetzigen Zustand des Hauses.

Kaum zu glauben, dass es für die Kettenhaus-Ruine noch einen Schlüssel gibt, wo doch nicht nur die Türen den Eindruck machen, als ob sie beim leisesten Windstoß umfallen würden. Doch einen solchen Schlüssel bekam der Prenzlauer Denkmalschützer Thomas Müller jetzt von der Stadt.

Der Inhaber zweier Denkmalpflegefirmen hatte das Haus für einen symbolischen Euro gekauft. Der Kreisstädter verpflichtete sich, dass Haus als Wohnhaus denkmalgerecht instand zu setzen. Es ist eines der letzten Zeugnisse barocker Baukunst in Prenzlau. Der Bauingenieur schätzte, dass für die Sanierung bis zu 1,6 Millionen Euro notwendig werden. Aus zwei Fördertöpfen schießt das Potsdamer Kulturministerium 700 000 Euro dazu.

Bevor die Sanierung beginnt, wurde das Kettenhaus exakt mit Drohnen- und Lasertechnik vermessen. So konnte der Zustand der Ruine dreidimensional erfasst werden.

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