DAK gibt Gesundheitstipps:

„Kinder bekommen zu oft Antibiotika“

Viele Eltern wollen wissen, wann und ob starke Medikamente nötig sind. Mediziner geben Antworten.

Christiane Thies, Leiterin des Servicezentrums bei der DAK-Gesundheit Uckermark.
FOTO: CLAUDIA MARSAL Christiane Thies, Leiterin des Servicezentrums bei der DAK-Gesundheit Uckermark.

Vor allem Kindergartenkinder müssen oft Antibiotika einnehmen. Rund 40 Prozent der Vier- bis Sechsjährigen nehmen laut einer Studie diese Wirkstoffe jährlich ein. Doch sind die Verordnungen immer notwendig? Das fragen sich viele Eltern. Sie wollen wissen: Bei welchen Krankheiten wirken Antibiotika? Welche Risiken und welche Alternativen gibt es? Antworten auf diese Fragen geben Mediziner bei einer exklusiven Telefon-Hotline, die die DAK-Gesundheit in Prenzlau und Templin am heutigen Donnerstag anbietet. Das kostenlose Angebot gilt für Versicherte aller Krankenkassen.

Gefahr der Bildung von Resistenzen

Das Thema pressiert, denn eine aktuelle DAK-Studie belegt: Antibiotika werden viel zu häufig verordnet. Kindergartenkinder bekämen die Medikamente zum Beispiel bei Bronchitis, Erkältung oder Mittelohrentzündung – obwohl das bei diesen Erkrankungen meist gar nicht nötig sei. „Die Folgen des unkritischen Antibiotika-Einsatzes können dramatisch sein“, warnt Christiane Thies, Leiterin des Servicezentrums bei der DAK-Gesundheit Uckermark. „Viele Keime entwickeln dadurch Resistenzen. Lösen sie Infektionen aus, sind diese kaum noch behandelbar. Antibiotika verlieren ihre Schlagkraft und wirken nicht mehr.“ Gut informierte Eltern können zu einem sinnvolleren Einsatz der lebenswichtigen Medikamente beitragen. „Je mehr Mütter und Väter über die Einsatzgebiete und Wirkungsweise von Antibiotika wissen, desto kritischer können sie eine Verordnung hinterfragen“, so Thies. Dabei helfen die DAK-Experten heute von
8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0800 1111841.

 

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