Eltern erbost:

Kinder von Kita ausgeschlossen

In der Gemeinde Uckerland brennt derzeit die Luft: 13 Kinder dürfen nicht mehr die Kindertagesstätte in Gneisenau besuchen. Ein Akt der Willkür der Verwaltung, sagen die Eltern. Die Verwaltung schiebt alles auf die Gemeindevertretung.

Drei Mütter mit dreifachem Ärger. Die Kinder von Reni Kieckbusch aus Fahrenholz, Janina Schulz aus Schlepkow und Maren Uhlig (von links) aus Güterberg dürfen seit dem 4. März nicht in die Kita Gneisenau, weil Personal fehlt. Gemeindeverwaltung und Gemeindevertretung sind sich offenbar in Personalangelegenheiten nicht einig.
Foto: Rainer Marten Drei Mütter mit dreifachem Ärger. Die Kinder von Reni Kieckbusch aus Fahrenholz, Janina Schulz aus Schlepkow und Maren Uhlig (von links) aus Güterberg dürfen seit dem 4. März nicht in die Kita Gneisenau, weil Personal fehlt. Gemeindeverwaltung und Gemeindevertretung sind sich offenbar in Personalangelegenheiten nicht einig.

Reni Kieckbusch aus Fahrenwalde, Janina Schulz aus Schlepkow und Maren Uhlig aus Güterberg sind seit Tagen richtig sauer. Zusammen mit ihnen sind es weitere zehn Eltern. Der Grund: Seit dem 4. März sind ihre Kinder vom Besuch der Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Gneisenau ausgeschlossen. Weil die Gemeindevertretung der Gemeinde Uckerland auf ihrer Sitzung am 26. Februar eine Personalentscheidung zur Weiterbeschäftigung einer Erzieherin vertagt habe, könne die Aufsicht für die Kinder nicht mehr gewährleistet werden, heißt es in der Mitteilung an die Eltern.

Führt die Bürgermeisterin einen Grabenkampf?

Reni Kieckbusch und die beiden anderen Mütter glauben aber zu wissen, wo der Hund begraben liegt: Bürgermeisterin, Personalrat und Gemeindevertretung würden einen Grabenkampf führen – jeder gegen jeden. Und das alles zu Lasten ihrer Kinder. Von „Grabenkämpfen“ will Bürgermeisterin Christine Wernicke allerdings nichts wissen. Alle Entscheidungen resultierten aus der Gemeindevertretertagung: Angesichts der Personalsituation und der jetzt nicht bestätigten Mitarbeiterin musste die Verwaltung am nächsten Tag handeln, denn drei weitere Kita-Mitarbeiter fehlten krankheitsbedingt. „Wir standen vor der Aufgabe, eine der drei Kitas komplett zu schließen, also rund 35 Kinder nach Hause zu schicken, oder die Kinderzahl dem vorhandenen Personal anzupassen. Wir haben uns für Letzteres entschieden“, sagt die Bürgermeisterin.

Die Auswahl der Familien erfolgte so, dass zum Beispiel berufstätige Eltern nicht betroffen wurden. Die Wahl fiel auf die Kita in Gneisenau, weil dort die Hortkinder über andere Einrichtungen betreut werden konnten. „Unsere Kita-Mitarbeiter länger zu beschäftigen, hätte auch nichts gebracht, weil es in der Betreuung Kernzeiten gibt. Darüber hinaus hätte es den Haushalt belastet.“ Was die ursprünglich von der Bürgermeisterin geplante sofortige Weiterbeschäftigung der Erzieherin betrifft, kann sich das hinziehen: Die Stelle muss nun vermutlich ausgeschrieben werden.  

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