1,50 Euro pro Portion?:

Kita-Essen könnte günstiger werden

Nach einem wochenlangen Streit in der Stadt, machte der Bürgermeister jetzt einen überraschenden Vorschlag. Der Anstoß dazu kam von einem Sozialinstitut aus Heidelberg.

Da die Eltern nur noch 1,50 Euro zahlen sollen, muss die Stadt 1,54 Euro zum Essenpreis dazu zahlen.
Angelika Warmuth Da die Eltern nur noch 1,50 Euro zahlen sollen, muss die Stadt 1,54 Euro zum Essenpreis dazu zahlen.

Wie Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer den Eltern bei einer Versammlung ankündigte, könnte der Beitrag der Eltern für das Mittagessen in Kürze um die Hälfte, auf 1,50 Euro pro Portion sinken. Bisher mussten sie mit 3,04 Euro den gesamten Essenpreis bezahlt. Dagegen war vor dem Verwaltungsgericht in Potsdam mit Erfolg geklagt worden. Die Stadt wird, soweit die Stadtverordneten dem Vorschlag folgen, dann pro Portion 1,54 Euro dazu bezahlen. Für die Stadt bedeutet das nach den Berechnungen der Kämmerei 245  000 Euro an zusätzlichen Ausgaben im Jahr.

Das Ergebnis war zustande gekommen, nachdem die Stadt ein Heidelberger Sozialinstitut beauftragt hatte, die sogenannte häusliche Ersparnis der Eltern zu berechnen. Das ist der finanzielle Aufwand, den Eltern haben, wenn sie ihre Kinder zu Hause bekochen. Nach dem Brandenburger Kita-Gesetz dürfen Eltern nur in dieser Höhe zur Finanzierung des Essens herangezogen werden. Allerdings befanden die Heidelberger Wissenschaftler, dass ein solcher Wert wegen der unterschiedlichen Bedingungen in den Haushalten nicht einheitlich berechnet werden kann. „Der jetzige Wert von 1,50 Euro ergibt sich aus einer Ableitung von entsprechenden Rechtsprechungen aus dem norddeutschen Raum,“ so Hendrik Sommer.

 

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