Mysteriöser Fall:

Klauen Diebe jetzt schon Wasser?

Statt der bisher üblichen 300 Euro für Wasser im Jahr soll eine Familie jetzt 1400 Euro zusätzlich bezahlen. Die Hausbesitzer können sich das nicht erklären. Jetzt forschen Besitzer und Polizei fieberhaft nach, wo das Wasser geblieben ist.

Abgelegene Häuser in der ländlichen Region sind oft das Ziel der Ganoven.
Thomas Walther Abgelegene Häuser in der ländlichen Region sind oft das Ziel der Ganoven.

Ein mysteriöser Fall beschäftigt die Polizei in der Uckermark. Hausbesitzer hatten dort Anzeige erstattet, weil ihnen eine immens hohe Wasserrechnung ins Haus geflattert war. Ganze 300 Kubikmeter Wasser mehr stellten ihnen jetzt die Stadtwerke Prenzlau in Rechnung. Der Zwei-Personen-Haushalt hatte bislang 30 Kubikmeter pro Person und Jahr noch nie überschritten. Gut 1400 Euro sollen sie jetzt zu den Kosten für den bisher üblichen Verbrauch draufzahlen.

Zumindest die Lage des Hauses begünstige nach Erfahrungen der Polizei das Vorgehen von Dieben. Das Haus steht in einer Siedlung am Rande der Stadt. Nur ein schmaler Waldweg führt zu der handvoll Häuser. Und offensichtlich sind diese auch nicht jeden Tag bewohnt. Ob jemand illegal Wasser aus einem Hahn an der Außenwand abgezapft hat oder aber ein Witzbold einfach den Hahn aufgedreht hat und das Wasser dann über Tage unkontrolliert lief, soll jetzt geklärt werden.

Überprüfung empfohlen

Für Frank Arndt von den Stadtwerken Prenzlau ist das ein ungewöhnlich hoher Anstieg. „300 Kubikmeter Wasser entsprechen dem durchschnittlichen Wasserverbrauch von einer Person in zehn Jahren.“ Eine Überprüfung scheint dort dringend angeraten. Dass ein Verbraucher den „Verlust“ von sage und schreibe 300 000 Litern Wasser angezeigt hat, daran kann sich Frank Arndt nicht erinnern. Gerade in ländlichen Gegenden, wo Wasserhähne im Außenbereich der Häuser üblich sind, empfiehlt er dringend einen zweiten Absperrhahn im Inneren des Hauses.

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