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Kleine Gärtnerin lädt ein

VonMonika StrehlowDen „Tag der offenen Gärtnerei“ am 5. Mai nutzen Mario und Ulrich Graunke als offiziellen Start in die Sommersaison. Die Expertentipps ...

Auch wunderschöne Petunien sind am Sonntag in Hetzdorf zu haben, empfiehlt die sechsjährige Natalie. [KT_CREDIT] FOTO: Monika Strehlow

VonMonika Strehlow

Den „Tag der offenen Gärtnerei“ am 5. Mai nutzen Mario und Ulrich Graunke als offiziellen Start in die Sommersaison. Die Expertentipps gibt’s gratis.

Hetzdorf.Natalie strahlt mit den Tausenden Blüten in Papas und Opas Gewächshäusern um die Wette. Hell lachend zeigt sie in der einen Hand eine junge Salatgurke, in der anderen eine rot-weiße Petunie – beides Gewächse, die es am 5. Mai zum „Tag der offenen Gärtnerei“ im Familienbetrieb Graunke gibt.
Erst sechs Jahre jung kennt Natalie auch schon die zarten Pflänzchen. In einem der Gewächshäuser erklärt sie: „Das sind scharfe Paprika und das dort Astern.“ Ob sie mal Gärtnerin werden will, weiß die Lütte noch nicht. Aber Opa Ulrich ist ganz stolz auf seine Enkelin. „Vor ein paar Tagen erst hat sie Kerne von Clementinen in Töpfe gelegt und hofft, dass sie nun keimen.“ Ganz fleißig habe sie den Großen auch beim Pikieren und Gießen geholfen.
Der kleine Sonnenschein erwärmt das Herz seiner Eltern wie der Großeltern. Für gute Laune sorgen nach dem langen Winter – der vor allem die Energiekosten der Gärtnerei in die Höhe schießen ließ – aber auch die sorgsam gehegten und gepflegten Gemüse-, Beet- und Balkonpflanzen. Nicht nur den ersten Rhabarber aus eigener Ernte hat sich Seniorchef Ulrich Graunke schon schmecken lassen. Ganz stolz weist er auf die ersten Salatgurken und dicken Tomaten, die in den nächsten Tagen erröten werden. Sein Sohn Mario bekräftigt: „Die Natur hat mächtig aufgeholt. Wir haben Glück gehabt, alle Stiefmütterchen sind verkauft. Jetzt zeigen schon die ersten Kohlpflanzen wie Romanesco, Kohlrüben oder Kohlrabi ihre Keimblätter.“
So starten die Graunkes doch noch erfolgreich in die Sommersaison, die in Fachgärtnereien längst begonnen hat. Davon zeugen Pelargonien in allen Farben, Petunien warten auf neue Besitzer ebenso wie Lobelien, Eisblumen und Knollenbegonien. „Wir bauen nur so viele Pflanzen an, wie wir selbst verkaufen können“, klärt Mario Graunke auf. Damit setzt er auf das bewährte Motto seines Vaters, im Interesse des Familienbetriebes das Verkaufsrisiko möglichst gering zu halten. Dennoch sind Töpfe und Beete prall gefüllt mit allem, was die Herzen von Kleingärtnern und Balkonbesitzern erfreut, versichern die beiden Fachleute Mit dem „Tag der offenen Gärtnerei“ feiern sie den Start in die Sommersaison. „Dann bieten wir alles an, was den ganzen Sommer über bei uns zu haben ist.“ Natürlich gibt es bei Kaffee und Kuchen oder einem Imbiss jede Menge Gelegenheiten zu fachsimpeln.

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m.strehlow@uckermarkkurier.de