Unentwegte Mitstreiter:

Kleines Dorf rettet seine Kirche

60 Seelen wohnen im idyllischen Fergitz am Oberuckersee. Und 60 Vereinsmitglieder haben es dort geschafft, ein baufälliges Gotteshaus wieder flott zu machen. Das wurde jetzt gewürdigt.

Ulrich Ratzlaff und Wolfgang Schmidt waren am Freitag zur Auszeichnungsveranstaltung des Landrates und brachten am Sonnabend die Denkmalplakette an.
Sigrid Werner Ulrich Ratzlaff und Wolfgang Schmidt waren am Freitag zur Auszeichnungsveranstaltung des Landrates und brachten am Sonnabend die Denkmalplakette an.

Nach 15 Jahren Anstrengungen zum Erhalt der Dorfkirche im kleinen Fergitz durfte der Förderkreis Kirchenhus Fergitz e.V. nun ganz offiziell eine Denkmalplakette ans Gebälk schrauben. Der Verein kann damit signalisieren: Wir haben es allen Skeptiker zum Trotz geschafft, ein historisch bedeutsames Kleinod zu retten.

Doch die 60 Vereinsmitglieder in dem 60-Seelendorf lassen auch jetzt noch nicht locker. Sie haben noch mehr Pläne. Jetzt sparen sie für eine zweite Glocke, die Kirche hatte ursprünglich sogar drei. Und so laden sie dieses Jahr nicht nur zu Konzerten ein und bitten um Spenden. Sie halten am 7. Mai ab 12 Uhr ihren diesjährigen Pflanzenmarkt ab, den mittlerweile 15. seiner Art. Das Besondere daran: Dort kann nach Herzenslust getauscht werden, aber nichts wird verkauft. Stattdessen wirft jeder so viel in die Spendenbüchse, wie ihm dieser stille Ort am Oberuckersee wert ist und was er zu geben vermag. 

Und im August und September sind dann alle wieder gern gesehen bei zwei Konzerten. So sind die Uckermärkischen Musikwochen zu Gast. Chöre, die im Fergitzer Kirchenhus die hervorragende Akustik testen wollen, sind übrigens jederzeit willkommen.