Protest angekündigt:

Klinik-Personal geht vor die Tür

Die Gewerkschaft ver.di will am Mittwoch auf die angespannte Personalsituation in Kliniken aufmerksam machen. Auch im Prenzlauer Krankenhaus treten Mitarbeiter in den Ausstand.

Am Mittwoch werden sich auch im Krankenhaus Prenzlau die Flure zur Mittagszeit kurz leeren.
Claudia Marsal Am Mittwoch werden sich auch im Krankenhaus Prenzlau die Flure zur Mittagszeit kurz leeren.

Übernächtigte Krankenschwestern, gehetzte Pfleger und erschöpfte Stationshilfen - so sieht es derzeit in vielen deutschen Krankenhäusern aus. Die Gewerkschaft ver.di bezeichnet die Personalsituation als äußerst angespannt. Sie hat ihre Mitglieder deshalb für Mittwoch zum Protest aufgerufen. Auch die Belegschaft des Krankenhauses Prenzlau wird sich beteiligen, bestätigte die Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG) im Vorfeld.

"Auch wenn der Stellenplan hier erfüllt ist", wie Pressesprecher Andreas Gericke mit Blick auf die Zahlen einschätzt. Mit 91 Schwestern und Pflegern, 28 Ärzten und 86 weiteren Mitarbeitern ist man in Prenzlau gut bedient, viel besser als in anderen Häusern. Einige Kollegen werden sich trotzdem um 13 Uhr vor dem Haupteingang versammeln und ihren Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen Ausdruck verleihen. Für zehn Minuten.

Auf den Krankenhausalltag soll das aber keine Auswirkungen haben, versicherte Gericke auf Nachfrage: Niemand werde auf Station allein gelassen, "und auch im OP wird natürlich nicht das Licht ausgeschaltet."