Schulbusse fahren vor Unterrichtsschluss ab:

Kreis lässt Schüler im Regen stehen

Es klingt wie ein Schildbürgerstreich. Dabei ist es für viele Grundschüler der Grabowschule traurige Realität. Und das täglich: Der Schulbus, der sie nach Unterrichtsende nach Hause bringen soll, ist bereits weg, bevor die Glocke läutet.

So wie hier beim Training in der Busschule könnte es aussehen. Doch leider fährt der Schulbus bereits vor Ende des Unterrichtes ab.
Sebastian Klaus So wie hier beim Training in der Busschule könnte es aussehen. Doch leider fährt der Schulbus bereits vor Ende des Unterrichtes ab.

Wenn die Schüler der Carl Friedrich Grabow-Grundschule in Prenzlau nach Unterrichtsschluss um 13.45 Uhr zur Bushaltestelle gehen, steht dort kein Transportmittel bereit, um sie mitzunehmen. Schließlich fährt der einzig durchgehende Bus der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG), der die Schüler zurück in ihre Dörfer bringen könnte, bereits um 13.38 Uhr ab. „Der Bus fährt im Grunde immer leer“, erklärt die Schulleiterin der Grabowschule, Konstanze Schlopsnies.

Die Pädagogin betont, dass das Problem mit den Buszeiten schon lange bestehe, jedoch von Seiten der UVG und des zuständigen Landkreises Uckermark nichts in der Sache unternommen worden sei. „Wir haben in den letzten beiden Jahren unsere Unterrichtszeiten der UVG angepasst. Im letzten Schuljahr gab es bereits Gespräche mit der UVG über die Zeiten“, sagt Schlopsnies. „Aber es ist uns einfach nicht mehr möglich, unseren Unterricht weiterhin so zu verändern und den Busplänen anzupassen."

Die Schulleiterin glaubt gar System zu erkennen: „Unsere Kinder sind auf Busse angewiesen. Vielleicht ist das Schikane vom Landkreis, um uns kaputt zu machen."

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Kommentare (2)

...sind Landkreis und UVG umweltbewusst, denn wenn man leer fährt verbraucht man weniger Kraftstoff.

Die Kinder könnten den Bus doch schieben, dann würde man gar keinen Kraftstoff verbrauchen und auf den Sportunterricht verzichten.