Neue Anbindung für Wohngebiet:

Kreisel kostet 200 000 Euro

200 000 Euro wird die Stadt Prenzlau in den nächsten Monaten für einen neuen Kreisverkehr verbauen. Nicht nur dem Bürgermeister liegt die Summe schwer im Magen. Aber Hendrik Sommer erklärt, warum das Projekt unumgänglich ist.

An dieser Stelle treffen fünf Straßen aufeinander, deshalb war ein Kreisverkehr unumgänglich.
Claudia marsal An dieser Stelle treffen fünf Straßen aufeinander, deshalb war ein Kreisverkehr unumgänglich.

Prenzlau bekommt seinen nächsten Kreisverkehr. Die Bauarbeiten im neuen Eigenheimviertel am Grünen Weg beginnen am 17. Mai. Unter Vollsperrung soll das 200 000 Euro-Projekt bis zum 31. August umgesetzt sein. Die Zeit drängt, es muss eine vernünftige Anbindung her. Denn sechs Grundstücke sind hier bereits bebaut, vier weitere Häuser im Entstehen und neun Flächen theoretisch noch frei. „Wir sind aber hoffnungsvoll, dass dafür schnell Bauanträge gestellt werden“ - Baudezernent Dr. Andreas Heinrich glaubt an die Zukunftsfähigkeit des Wohngebietes, zumal es in Prenzlau und Umgebung so viele Möglichkeiten für Bauwillige ja nicht gibt. „Eine Privatfläche in Schönwerder und eine weitere in der Neustädter Feldmark, das war es dann auch schon.“

Die Zeichen stehen daher mehr als gut dafür, dass sich das Viertel am Grünen Weg füllt, vornehmlich mit jungen Familien und Kindern. Und deshalb ist eine sichere Verkehrsführung  wichtig. Bis es soweit ist, werden aber alle Beteiligten erhebliche Verkehrseinschränkungen inkauf nehmen müssen. Das sorgt bereits für Bedenken bei Anliegern. Auch Anwohner anderer schlechter Straßen beklagen, dass das Geld hier fehlinvestiert ist.