Neue Musik im Haus Quillo:

Kreistagschef spielt Hans im Glück

Musikalischer Jahresendspurt im Haus Quillo in Falkenhagen. Am Sonnabend, dem 2. November, stehen Flöte, Harfe und Bratsche im Mittelpunkt. Am 7. Dezember wird es in prominenter Besetzung märchenhaft.

Das Ensemble Quillo in Falkenhagen hat sich ganz der Neuen Musik verschrieben.  Los geht es am Sonnnabend um 19.30 Uhr mit vier Kompositionen für Flöte, Harfe und Viola.
Oliver Spitza Das Ensemble Quillo in Falkenhagen hat sich ganz der Neuen Musik verschrieben.  Los geht es am Sonnnabend um 19.30 Uhr mit vier Kompositionen für Flöte, Harfe und Viola.

Für Ursula Weiler ist es Jahr für Jahr das gleiche Spiel: Im ersten Halbjahr mit Nachdruck und Engagement um Fördermittel werben, im zweiten Halbjahr das Geld in Musik „verwandeln“. Und so hat die Chefin des Ensembles Quillo in Falkenhagen einen rasanten musikalischen Endspurt zu bieten, die Freunde Neuer Musik können sich auf allein drei Veranstaltungen im November freuen.

Los geht es heute um 19.30 Uhr mit eigentlicher klassischer Besetzung. Seit den ersten Stücken von Claude Debussy und Arnold Bax in den Jahren 1915/16 sind im Lauf der fast hundertjährigen Geschichte circa 200 Kompositionen für die außergewöhnliche Besetzung Flöte, Viola und Harfe entstanden.

Zunächst erklingt das Werk „Garten der Freuden und Traurigkeiten“, dass die im russischen Tschistopol geborene Sofia Gubaidulina 1980 komponiert hat. Die 82-Jährige wohnt seit 1992 bei Hamburg und zählt zu den bedeutendsten Komponistinnen der Gegenwart.

Danach folgt ein Stück des Japaners Toru Takemitsu (1930-1996), das vier Jahre vor seinem Tod entstanden Stück verwebt westliche Kompositionstechniken mit asiatischen Traditionen. Dann folgt das Kernwerk für diese Besetzung mit der spätromantischen, 1916 entstandenen Sonate für Flöte, Viola und Harfe von Claude Debussy (1862-1918). Und der Abend klingt dann mit den außergewöhnlichen „New Gates“, den neuen Toren, der 1952 geborenen Finnin Kaija Saariaho aus.

Weiter geht es dann am 16. November im Haus Quillo mit der 1. Kammersinfonie opus 9 von Arnold Schönberg und Neuer Musik am 30. November. Märchenhaft beginnt der Dezember. Am 7. Dezember lädt Haus Quillo um 17 Uhr zum Familienkonzert „Hans im Glück“ ein. Die Titelrolle wird als Erzähler Kreistagspräsident Roland Resch aus Lychen übernehmen. Mit Musiktheater in Zusammenarbeit mit der Prenzlauer Max-Lindow-Schule am 18. Dezember und einem musikalischen Feuerwerk befreundeter Komponisten am 30. Dezember klingt dann das Quillo-Jahr aus.

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