Streit um Kitaessen:

Kündigung ist vom Tisch

Bei den Einwohnerfragestunden der Stadtverordnetenversammlung herrscht oft gähnende Leere. Anders in dieser Woche. Da zog das Thema Kitaessen viele interessierte Eltern an.

Die Prenzlauer Mutter Antje Neumann (Mitte) machte ihrem Unmut Luft.
Claudia Marsal Die Prenzlauer Mutter Antje Neumann (Mitte) machte ihrem Unmut Luft.

Seit Wochen brodelt es in der Prenzlauer Elternschaft ganz gewaltig. Eine nach einer Klage gegen die Stadt in Aussicht gestellte Rückzahlung von Kitaessengeldern entzweit die Mütter und Väter. Während viele die entrichteten Gebühren zurückfordern wollen, gibt es auch einige, die sich dagegen wehren. Bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung stand das Problem nun erneut auf der Tagesordnung. Unter anderem in Gestalt eines Antrages der Linken, die eine sofortige Kündigung des Vertrages mit dem Versorger Sodexo und eine Neuausschreibung forderten, um weiteren Rückforderungen vorzubeugen. Das sorgte für Beifall auf den Zuschauerrängen.

In den Reihen der Abgeordneten war die Zustimmung allerdings verhalten. Vor allem die drohende Vertragsstrafe wurde als Gegenargument ins Feld geführt, ebenso wie der Fakt, dass man keinen „Ersatzanbieter“ habe. Bürgermeister Hendrik Sommer argumentierte außerdem, dass die Zufriedenheit der Essenteilnehmer nie größer gewesen sei als jetzt. Letztlich stimmten 18 Stadtverordnete gegen die Vertragskündigung, sechs dafür, bei einer Enthaltung. Fazit der Eltern nach Ende der Sitzung: „Wir gehen mit genau so vielen Fragezeichen raus, wie wir reingegangen sind! Fragen wurden nicht wirklich beantwortet!“

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