Spritpreise in der Uckermark:

Lohnt sich der Vergleich?

Vergleichsportale machen die Kraftstoffpreise nicht billiger. Sie bieten aber eine Möglichkeit, die günstigste Tankstelle zu suchen. Der Uckermark Kurier hat getestet, ob Autofahrer wirklich sparen können.

Tanken kann ins Geld gehen, weiß auch unser Volontär Benjamin Vorhölter. Ein Vergleich der Preise lohnt sich nicht in jedem Fall.
Gerald Bahr Tanken kann ins Geld gehen, weiß auch unser Volontär Benjamin Vorhälter. Ein Vergleich der Preise lohnt sich nicht in jedem Fall.

Seit dem 1. Dezember liefern bundesweit über 14 000 Tankstellenbetreiber Preisänderungen an das Bundeskartellamt. Das Amt liefert die Änderungen an Vergleichsportale, die sie in wenigen Minuten ändern und per Suchmaschinen anzeigen. Die Transparenzstelle für Kraftstoff ändert daran zwar nichts an den Preisen, soll sie aber offenlegen und den Wettbewerb unter Betreibern ankurbeln - in der Hoffnung, dass dadurch die Preise purzeln.

Aber lohnt es sich überhaupt, die Spritpreise zu vergleichen, gerade in einem so großen Landkreis wie der Uckermark, in dem die Wege zum günstigsten Anbieter weit sein können? Ein klares „Jein“, wie ein Test des Uckermark Kurier auf einem Vergleichsportal zeigt.

Preise schwanken im Tagesverlauf

In den größeren Städten Prenzlau und Templin finden sich mehrere Tankstellen, die ihre Daten liefern. Am Freitag Morgen unterschieden sich die Tankstellen beim Preis für einen Liter Super in Prenzlau kaum: 1,559 und 1,569 Euro waren der günstigste und teuerste Preis am Morgen. In Templin: 1,529 und 1,549 Euro.

Gegen 13 Uhr fielen die Preise in Prenzlau schon um drei Cent und blieben bis zum Nachmittag auch auf dem Niveau. Am frühen Nachmittag lohnte sich der Blick nach Templin. Dort senkte eine Tankstelle ihren Preis auf 1,479 Euro. Zehn Minuten später zog die nächste nach, blieb aber einen Cent teurer. Erst nach 16 Uhr purzelten die Preise in Prenzlau, dafür aber deutlich. 1,469 Euro zeigt die Suchmaschine zu diesem Zeitpunkt. Die Dritte blieb bei 1,529 Euro. Die Entfernung zwischen den Tankstellen in beiden Städten beträgt nur wenige Kilometer, so dass der Verbrauch auf dem Weg hin und zurück nicht schwer ins Gewicht fallen dürfte. Hier lohnt sich der Vergleich.

Auf dem Land weit Wege

Autofahrer, die aber außerhalb wohnen, haben da weniger Glück. Nur wer weitere Wege auf sich nehmen will, findet deutlich größere Preisunterschiede. Beispielsweise für Brüssow wird bei dem Vergleichsportal keine Tankstelle angezeigt. Die nächsten Betreiber im Umkreis befinden sich in Pasewalk, Prenzlau und Uckerfelde, also 16, 20 und 30 Kilometer entfernt – für eine Tour wohlgemerkt. Ob es sich lohnt, den Weg auf sich zu nehmen, ist fraglich, zumal die Spritpreise dort nicht wesentlich günstiger waren. Gleiches gilt für Boitzenburg. Wer danach in dem Portal sucht, findet Prenzlau und Templin als nächstgelegene Orte.

Nicht alle Tankstellen erfasst

Unterm Strich bleibt: Vergleichen lohnt sich in der Uckermark, solange man dafür in der richtigen Stadt lebt. Das gilt auch für die Dieselpreise. Letztere schwankten am Freitag ähnlich wie die Benzinpreise. Die Transparenzstelle deckt mit den Vergleichsmöglichkeiten etwas über 90 Prozent des Marktes ab, wie ein Sprecher des Bundeskartellamtes sagt. Daher kann es sein, dass in der Uckermark nicht alle Tankstellen durch die Vergleichsportale angezeigt werden. Insbesondere kleine Tankstellen einzelner Betreiber mit geringen Umsätzen müssten nicht zwangsläufig ihre Preisänderungen übermitteln, so der Sprecher.

 

Derzeit sind neun Dienstleiter von dem Bundeskartellamt zugelassen, auf deren Internetseiten die Kraftstoffpreise veröffentlicht werden. Die Daten erhalten sie von dem Bundeskartellamt.

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http://spritpreismonitor.de

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