Verlockung im Postkasten:

Lottogewinne sind ein Fall für Polizei

Briefe, die viel Geld versprechen, sind meist gefälscht und in der Uckermark derzeit massenweise im Umlauf.

Mit solchen gestalteten Zertifikaten versuchen die Betrüger, ihre Opfer um Geld zu bringen.
Thomas Walther Mit solchen gestalteten Zertifikaten versuchen die Betrüger, ihre Opfer um Geld zu bringen.

Derzeit machen falsche Gewinnversprechen in der Uckermark die Runde. Wie Polizeisprecher Gerald Pillkuhn schilderte, werden vor allem ältere Bürger per Telefon oder Brief über angebliche Gewinne informiert. Im aktuellen Fall betraf es eine Frau aus Angermünde. Ein Mann verkündete der Rentnerin am Telefon in gebrochenem Deutsch, dass sie im Lotto gewonnen habe.

Die rüstige Dame war im ersten Moment natürlich freudig überrascht. Doch dann kamen ihr Zweifel, warum sie ausgerechnet bei einer spanischen Lotterie gewonnen haben sollte. Der Mann erklärte ihr, dass sie während eines Spanien-Urlaubs eine Zeitung gekauft habe und damit automatisch an der Verlosung teilgenommen habe. Da die Frau in der Tat vor zwei Jahren in Spanien Urlaub machte, kam sie zunächst ins Grübeln. Bis der Mann für den Gewinn eine Gebühr verlangte. Sie sollte 800 Euro auf ein Konto in Spanien überweisen. Das war der Dame zu viel. Sie brach das Gespräch ab.

„Das ist auch die beste Reaktion“, so empfiehlt es der Polizeisprecher. Denn ließen sich die Angesprochenen darauf ein, ist das Geld weg und der Ärger groß. Die Betrüger seinen dann oft schon über alle Berge, und die angegebenen Konten würden, gleich nachdem die Ganoven das überwiesene Geld abgehoben haben, wieder aufgelöst. „Am besten ist, solche Telefonate abzubrechen und solche Post entweder der Polizei zu übergeben oder gleich zu entsorgen. Dann spart man sich viel Ärger“, so der Polizist.

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