Tierische Suchaktion:

Mensch, Max, das war ein Schreck

Was für eine Aufregung: Als ihr Hauskater  verschwindet, mobilisiert Familie Splettstößer die halbe Nachbarschaft.

Keine Frage, wer hier der Hausherr ist: Max.
Claudia Marsal Keine Frage, wer hier der Hausherr ist: Max.

Der proppere Max ist der Inbegriff eines Stubentigers. Seit seiner Geburt hat der schwarzweiß gefleckte Vierbeiner nichts anderes als die vier Wände der Splettstößers gesehen. Die sind sein Reich. Hier ist er der ungekrönte Hausherr. Ausflüge nach draußen sieht sein Lebensentwurf bei der fünfköpfigen Familie nicht vor. Wie auch, schließlich lebt er mit ihnen im Plattenbau, vierte Etage.

Das ganze Wohngebiet durchforstet

Der Schreck war deshalb groß, als sich das Tier auf eigene Faust für einen Freigang entschied. Während Carolin Splettstößer (26) mit Freund Sascha Grefe (34) und den Kindern Lucie (6), Oliver (2) und Caspar (1) für einen Ausflug zu den Eltern rüstete, entwich der geliebte Kater unbemerkt. Erst bei ihrer Rückkehr am Tag danach fiel auf, dass Max fehlt. „Zuerst sind wir wie von Sinnen durch die Wohnung gelaufen und haben ihn gerufen.“ Max war wirklich weg. Dieser Erkenntnis schloss sich eine ausgedehnte Suche im Wohngebiet an. Sie durchforsteten den gesamten Igelpfuhl, doch Max war und blieb verschwunden.

Anteilnahme hat Mut gemacht

In ihrer Not startete Carolin Splettstößer dann einen Suchaufruf in den sozialen Netzwerken. Ihr Steckbrief von Max wurde vielfach geteilt und mitfühlend kommentiert. „Diese Anteilnahme hat uns Mut gemacht.“ Und zu ihrer großen Freude zeigte sie auch Wirkung. Noch in der Nacht brachte ihnen jemand ihren Max zurück, bis zum Stadtpark hatte sich der kleine Kerl durchgeschlagen.