Freudentaumel:

Millionen-Coup mit Gottes Segen

 Wie aus Fortunas Glückshorn rieseln plötzlich 3,24 Millionen Euro auf die Kreisstadt Prenzlau und landen punktgenau in der Marienkirche, dem städtischen Wahrzeichen.

Ein Blick in das Hallenschiff von St. Marien.
Monika Strehlow Ein Blick in das Hallenschiff von St. Marien.

Am 6. Juni verkündete Stefan Zierke diese Nachricht offiziell, von der nur ganz Wenige wussten. Und die haben so dicht gehalten, dass zuvor nicht mal ein Gerücht kursierte.

Das Geld ist für den Innenausbau des 1945 zerstörten Prenzlauer Wahrzeichens: die fehlende Kreuzgewölbedecke, die Empore und zusätzlich eine Orgel.

Stefan Zierke, der uckermärkische SPD-Bundestagsabgeordnete, hatte den unerwarteten Geldregen angestoßen. Der Mitbegründer des Vereins „Wir für Prenzlau" sah er Reserven im Bundeshaushalt 2014 und überzeugte nicht nur den SPD-Finanzchef Johannes Kahrs, der Marienkirche von Prenzlau zu helfen. Nach einem Vor-Ort-Termin inkognito stand die Hilfe fest. Am 5. Juni beschloss der Haushaltsausschuss, die Gesamtsumme ohne Eigenanteil  aus den „Zuschüssen für Investitionen" bei der Bundesbeauftragten für Kultur zu finanzieren.

Nordkurier digital jetzt ab 3,75 € pro Monat