Passanten holen Hilfe für 49-Jährigen:

Mit blutiger Wunde durch die Stadt geirrt

Ein Mann läuft mit einer großen Wunde durch die Straßen Prenzlaus. Erst Rettungssanitäter und -ärzte können ihn stoppen.

dpa

Passanten waren am 1. November gegen 10 Uhr auf den verletzten Mann aufmerksam geworden und alarmierten die Retter.  Diese sorgten dafür, dass der Mann im Prenzlauer Krankenhaus medizinisch versorgt wurde. Wie sich herausstellte, hatte er eine acht Zentimeter lange und ein Zentimeter tiefe Schnittwunde, die sich jedoch als nicht lebensbedrohlich herausstellte.

Die Polizisten des Schutzbereiches konnten bisher folgende Hintergründe ermitteln: Der 49-Jährige war tags zuvor zum Feiern in der Wohnung eines Bekannten in der Dr. Wilhelm-Külz-Straße gewesen. Am Morgen des 1. November gerieten beide Männer in Streit, worauf der 54-jährige Wohnungsinhaber ein Brotmesser auf den Kopf seines Rivalen schlug und es anschließend nach vorn zog.

Trotz der Verletzung gelang es dem Geschädigten, die Wohnung zu verlassen. Im Krankenhaus wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, dem der Verletzte freiwillig nachkam. Der Wert lag bei 2,28 Promille. Auch der 54-Jährige musste pusten. Bei ihm ergab sich ein Wert von 2,69 Promille Alkohol. Da der mutmaßliche Täter weiterhin Drohungen ausstieß und Straftaten anzukündigte, musste der Mann die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen.

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