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Mit Gottes Segen auf heißen Öfen

"Herr, lass uns alt werden  und immer heil nach Hause kommen!" Pfarrer Ralf Schwieger ist selbst Motorradfahrer. Für ihn und hunderte anderer Biker ist die "Tour de Uck" ein Stück Freiheit. Die Uckermark bietet dafür die passende Kulisse.

So martialisch sie aussehen, so sympathisch sind sie ohne Helm: Fabian Hoffmann (vorn)und Dominik Cichon aus Hamburg.
Monika Strehlow So martialisch sie aussehen, so sympathisch sind sie ohne Helm: Fabian Hoffmann (vorn)und Dominik Cichon aus Hamburg.

Über 130 Erwachsene und 20 Kinder sorgten beim 28. Christilichen Motorradtreffen für Trubel in dem kleinen Sternhagen bei Prenzlau. Die drei Tage waren wieder ein tolles Erlebnis, sagt Organisatorin Anke Buserell, die sich über viele bekannte Gesichter freute. Etwa dem von Volker Eilenberger, der mit Bekannten rund 350 Kilometer aus dem anhaltinischen Bernburg zurücklegte. Oder Dominik Cichon und Fabian Hoffmann. Die  Hamburger fuhren zum fünften Mal in die Uckermark. „Allein die Fahrt durch die Landschaft ist überwältigend“, sagt Dominik Cichon, der als Datenanalyst jede Gelegenheit nutzt, in die Natur zu kommen. „Und wir treffen viele nette Leute. Die Stimmung untereinander passt einfach“, ergänzt sein Freund, der als Gastronom seine Brötchen verdient.

Selbst die Heiligen könnten Fans von Motorradfahrern sein. Trotz reichlich Aprilwetters im Mai wurden sie auf ihrer traditionellen „Tour de Uck“ durch die schönsten Regionen der Region kaum nass. Und mit Pfarrer Ralf Schwieger wissen sie einen Geistlichen unter sich, der selbst leidenschaftlicher Biker ist. „Herr, lass uns alt werden... und immer heil nach Hause kommen“, betete er. Gegenüber dem Uckermark Kurier zeigte er sich überzeugt: Gott will, dass ich Motorrad fahre.“ Und lässt sich auch nicht von Kritikern der Feuerstühle davon abbringen. Dabei weiß er, dass die Technik eines Tages überlebt und Benzin abgelöst sein wird. Bis dahin lebt er diese Art von Freiheit und Selbstbestimmung.