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Nach Skelettfund rückt Mordkommission an

Schönermark befindet sich seit Donnerstag im Ausnahmezustand. Nachdem dort auf einem Gehöft menschliche Gebeine gefunden worden waren, nahm die Polizei mit einem Großaufgebot die Ermittlungen auf. Wer hat dort seinen Tod gefunden?

Geschäftiges Treiben der Ermittler auf dem Hof.
Claudia Marsal Geschäftiges Treiben der Ermittler auf dem Hof.

Diese Frage treibt die Bewohner von Schönermark um, seitdem dort am Wochenende menschliche Gebeine gefunden worden waren: Wessen Knochen liegen auf dem Grund des Brunnens am Ende des Dorfes? Am Donnerstag rückte die Polizei dort nun mit einem Großaufgebot an. Ermittler der Mordkommission, Spezialtaucher vom Präsidium und Kräfte aus dem Schutzbereich Uckermark bezogen am Vormittag Stellung auf dem abgelegenen Gehöft.

Die Bergung des zufällig bei Reinigungsarbeiten entdeckten Skeletts erweist sich als äußerst schwierig und dauert vermutlich Stunden, weil der Brunnen sehr eng im Durchmesser und über sechs Meter tief ist. Besonders die Faulgase und die Sauerstoffknappheit über dem Niedrigwasser bereiten den Experten Kopfzerbrechen.

Erste Befragungen haben begonnen

Nach einem ersten Aufklärungsabstieg entschieden die Spezialisten deshalb, zusätzlich das THW anzufordern und die Wassersäule abpumpen zu lassen. Erst danach konnten sich die Polizisten an die Sicherung der Knochen machen. Wer dort den Tod gefunden hat und vor allem wann das geschehen ist, kann die Kripo noch nicht sagen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, versicherte Pressesprecher Stefan Möhwald.

Erste Befragungen im Umfeld sind schon gelaufen. Doch die Anwohner sind ratlos. Niemand kann sich einen Reim darauf machen, was dort passiert sein könnte. Sehr zu leiden haben dürfte unter dieser Ungewissheit vor allem der neue Bewohner des Hauses, der sich mit viel Mühe an die Sanierung des ziemlich abgewirtschafteten Objekts gemacht hatte und ein Kleidod erschaffen hat.

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