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Mostmobil rollt bis fast unter den Baum

Zugucken, wie aus den eigenen Äpfeln oder Birnen der Saft gepresst wird, das ist schon spannend. Und praktisch, wenn man sich mit dem Obst nicht erst auf den Weg machen muss, sondern die Fachleute mit allen Gerätschaften vor Ort erscheinen.

Damit hätte Verena Höft aus Wilhelmshof nicht gerechnet: Mit 45 Flaschen frisch gemosteten Birnensafts treten sie und ihr Mann (nicht im Bild) die Heimreise an.
Michaela Kumkar Damit hätte Verena Höft aus Wilhelmshof nicht gerechnet: Mit 45 Flaschen frisch gemosteten Birnensafts treten sie und ihr Mann (nicht im Bild) die Heimreise an.

Früh raus ist an diesem Sonnabendmorgen Familie Höft, die in Wilhelmshof wohnt: „Mein Mann hat gleich um sieben Uhr Birnen bei uns im Garten gepflückt. Damit sie ganz frisch sind, wenn wir zum Mosten fahren“, erzählt Verena Höft. Mit dem Obst fahren die beiden nach Buchenhain. Am Landhaus Arnimshain macht das Mostmobil Rollenhagen Station, organisiert von Nadine Wunsch-Fischer. Die Höfts, die von dem Termin im Uckermark Kurier gelesen haben, sind die Ersten, die Chefin Manuela Frick begrüßt und bedient. „Wir lassen zum ersten Mal mosten. Ist doch schade drum, wenn die Birnen bei uns im Garten vergammeln“, meint Verena Höft.Auf dem Anhänger von Manuela Frick befindet sich alles, was man zum Mosten braucht. Zunächst wird das Obst gewaschen, anschließend geschreddert. „Über eine Bandpresse wird der Saft gepresst, dann gefiltert, anschließend pasteurisiert und heiß abgefüllt. Haltbar ist er mindestens ein Jahr“, erklärt die junge Frau, die die mobile Mosterei seit sechs Jahren mit ihrem Mann Dietmar bei Blankensee im Landkreis Mecklenburg-Strelitz betreibt. Die beiden kommen viel rum, fahren direkt zu ihren Kunden, „sozusagen bis unter den Baum“, meint die junge Frau. Jeder nimmt so den Saft seines eigenen Obstes mit nach Hause. Die Expertin gibt Verena Höft noch den Tipp, beim nächsten Mal ruhig mit noch festen Birnen zu kommen. „Das schaffte die Maschine problemlos. Wenn die Früchte mehlig geworden sind, dann ergibt das nicht mehr so viel Most.“ Abgefüllt wird der in ein-Liter-Flaschen beziehungsweise in fünf Liter Behälter.