Kinderstation soll wieder eröffnen:

Mutige Mütter wollen weiter kämpfen

Zwei junge Frauen hatten im Februar den Stein ins Rollen gebracht. Sie gründeten eine Elterninitiative für den Wiederaufbau der Kinderstation. Einen Monat später gibt es schon über 3 700 Sympathisanten, aber rückt die Eröffnung in greifbare Nähe?

Momentan werden im Prenzlauer Krankenhaus nur erwachsene Patienten behandelt. Das soll sich nach dem Willen tausender Eltern endlich ändern.
Claudia Marsal Momentan werden im Prenzlauer Krankenhaus nur erwachsene Patienten behandelt. Das soll sich nach dem Willen tausender Eltern endlich ändern.

Stephanie Hausmann (24) kann es selbst kaum fassen. Die Mutter von Stanley (7) und Sam-Leon (5) ist in Prenzlau zu einem kleinen Star avanciert. Nachdem die Medien wiederholt über die von ihr und Schwägerin Nicole Loharens (30) gegründete Elterninitiative berichtet hatten, werden die jungen Frauen mittlerweile auf der Straße erkannt. Über 3 700 Menschen haben sich seit Februar mit ihrem Vorhaben sympathisiert. Die beiden Frauen sprachen dieser Tage nun bei der Klinikkonzern GLG vor. Ihr Fazit: „Die GLG ist bereit, uns weiter zu unterstützen.“ Aber gibt es wirklich Indizien dafür, dass die 2008 geschlossene Abteilung wieder öffnet? Pressesprecher Andreas Gericke räumt zumindest ein, dass man sich einig sei, „die Versorgung verbessern zu wollen.“ Das ist auch nötig, denn die Eltern der Kreisstadt werden immer unzufriedener, weil sie in entlegenere Krankenhäuser wie Pasewalk oder Schwedt ausweichen müssen. Dieser Frust brodelt. Grundtenor: Wenn schon keine eigene Station, dann wenigstens eine Kinderambulanz am Wochenende.

Gericke zufolge sind momentan aber keine Kinderärzte zu bekommen, weder für Praxen, noch fürs Krankenhaus. „Für eine Kinderstation bräuchten wir nicht nur einen, sondern mehrere.“ Nur so sei ein 24-Stunden-Betrieb zu gewährleisten. Außerdem gebe es Festlegungen des Landes zur Versorgungsstruktur.

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