Nur die Hausordnung zählt:

Nachbarschafts-Sheriff packt aus

Seit Jahren liegt ein Prenzlauer mit seinen Nachbarn im Clinch. Weil Martin Fendt die Eltern anmahnt und dem Jugendamt Hinweise gibt. Doch er sieht sich zu Unrecht als Denunziant verunglimpft.

Martin Fendt liest einen seiner Beschwerdebriefe vor. Damit kann er ganze Ordner füllen.
Claudia Marsal Martin Fendt liest einen seiner Beschwerdebriefe vor. Damit kann er ganze Ordner füllen.

Zurzeit ist es noch relativ ruhig in seinem Hausaufgang. „Doch das dürfte nur die Ruhe vor dem Sturm sein“, befürchtet Martin Fendt. Seine über zehnjährige Erfahrung als Mieter in der Platte hat ihn gelehrt, dass es ab Frühjahr reichlich Grund zum Ärgern gibt. Der 80-Jährige bewohnt mit seiner Frau eine Parterre-Wohnung im Georg-Dreke-Ring und bekommt alles mit, was sich ringsum abspielt. Der pensionierte Gastronom beklagt vor allem den Lärm, den die jüngeren Bewohner machen. Nicht nur im Flur und den Wohnungen, sondern vor allem draußen vor seinem Balkon. Er hat das oft angesprochen und manchmal lautstark moniert. Doch der Senior sieht sich zu Unrecht als Kinderschreck und Denunziant verunglimpft.

„Es stimmt, dass ich auf die strikte Einhaltung der Hausordnung poche“, räumt der Rentner ein. Aber was sei verkehrt daran, darauf zu achten, dass alles in geordneten Bahnen verlaufe? Wer das nicht selbst miterleben müsse, könne vermutlich gar nicht nachvollziehen, wie das nerve, setzt er erregt hinzu. Sage man etwas dazu, werde man gleich als Meckerkopp beschimpft oder schlimmer, schildert der Rentner seine Erlebnisse. Fendt vermutet, dass er deshalb ein Dorn im Auge ist, weil er nicht wegschaut. Er hat den Behörden beispielsweise Informationen über den seiner Meinung nach bedenklichen Umgang der Eltern mit ihren Kindern gegeben. „Dazu stehe ich."

Was sagen Sie zu dem Thema? Ist der Herr wirklich im Recht? Schreiben Sier uns einen Kommentar.

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