Ruine in neuer Hand:

Neue Hoffnung für altes Haus

Vor dem verwaisten Kasernengebäude an der B 109 wird Gestrüpp beseitigt. Es sind die ersten öffentlichen Zeichen eines Eigentümerwechsels.

Seit Jahren von Gehölzen umwuchert wird das Gelände vor dem alte Kasernengebäude in der Berliner Straße jetzt beräumt. Foto: Monika Strehlow
Monika Strehlow Seit Jahren von Gehölzen umwuchert wird das Gelände vor dem alte Kasernengebäude in der Berliner Straße jetzt beräumt. Foto: Monika Strehlow

Wahrscheinlich wird in Prenzlau bald ein Schandfleck verschwinden. Ein dreigeschossiger Steinklotz mit leeren Fensterhöhlen in der Berliner Straße, der zwischen dem Asylbewerberheim und den Möbelwerken steht, hat einen neuen Besitzer. Eine Grundstücksverwaltung in Gartz (Oder) will sich des Komplexes annehmen. In diesen Tagen wird das verwilderte, von Gehölzen überwucherte Gelände rundum aufgeräumt. Mehr wollen die Akteure vorerst nicht verraten.

Rückblick: Sein Richtfest erlebte das Haus am 6. November 1936. Am 11. Juni 1937 wurde es übergeben als Bestandteil der Artilleriekasernen, die das Heeresbauamt III an der Berliner und Röpersdorfer Straße bauen ließ. Ende Oktober 1937 zog das Artillerieregiment Nr. 38 ein. Nach dem Krieg wurde der ganze Komplex von der Roten Armee genutzt. Seit der Wende steht er leer.

"Abenteuerspielplatz" für Kleine und Große

Aus Ideen, das Gebäude umzunutzen, zum Beispiel als Altenpflegeheim, wurde nichts. So zog der Verfall in die drei Etagen und in den Keller ein. Das Haus wurde zum „Abenteuerspielplatz“ für Kinder und bot ideale Übungsbedingungen für Feuerwehr und Technisches Hilfswerk. Prenzlau ist gespannt auf das Schicksal dieses Blocks.

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