Wassertreten im Unteruckersee:

Neue Kap-„Kneippe“ lockt Mutige

Ein lauter Kanonenschuss scheucht Montagvormittag die Wasservögel auf. Dann steigen mutige Prenzlauer an der Kap-Badestelle in das acht Grad kalte Uckerwasser.

Im 19. Jahrhundert entdeckte der bayerische Priester und Therapeut Sebastian Kneipp die Wasserkur. Seit Montag gibt es auch am Prenzlauer Uckersee ein Stelle, an der mutige Uckermärker das Wassertreten ausprobieren können.
Oliver Spitza Im 19. Jahrhundert entdeckte der bayerische Priester und Therapeut Sebastian Kneipp die Wasserkur. Seit Montag gibt es auch am Prenzlauer Uckersee ein Stelle, an der mutige Uckermärker das Wassertreten ausprobieren können.

Der AGSA-Verein (Aktivitäten gegen soziale Ausgrenzung e.V.) hat dort einen neuen hölzernen Steg gebaut und Bänke aufgestellt. Wassertreten nach Kneipp weitet die Venen, stärkt den Blutkreislauf und die Abwehrkräfte. So steht es jedenfalls am Geländer der kleinen hölzernen Brücke, die seit letzter Woche am Kap 2 in den Uckersee führt. Zwei Bänke wurden zudem vom AGSA-Verein auch aufgestellt, die das Umkleiden erleichtern.

Zu Wochenbeginn waren beide Bänke dicht besetzt, denn Bürgermeister Hendrik Sommer und seine Wirtschaftsförderin Silke Liebherr gaben offiziell die Brücke frei. Kalle Krüger aus Alexanderhof ließ seine kleine Kanone dazu böllern und scheuchte die Seevögel auf. Dann krempelten die ersten Wagemutigen ihre Hosenbeine hoch und stiegen in das acht Grad kalte Wasser.