Romantische Idee:

Neue Schlösser für Verliebte

Es wäre doch gelacht, wenn sich die Prenzlauer von Metalldieben ihre Romantik kaputtmachen lassen würden. Nach dem rätselhaften Raub von Hunderten Liebesbeweisen an einer Fußgängerbrücke hat jetzt ein findiger junger Mann eine zündende Idee.

Mitarbeiter Lars Gerulat hatte die Idee.
Claudia Marsal Mitarbeiter Lars Gerulat hatte die Idee.

Hunderte Paare aus der Region sind vor kurzem ihrer schönsten Erinnerungen beraubt worden: Unbekannte hatten über Nacht unzählige Vorhängeschlösser von einer Prenzlauer Fußgängerbrücke geklaut, in denen Namen und Kennenlern- beziehungsweise Hochzeitsdaten eingraviert waren.Die Liebesbeweise verschwanden zu Dutzenden. Sie wurden vermutlich mit Bolzenschneidern vom Geländer abgerissen. Davon zeugen große Löcher in dem Metallgeflecht.

Doch die Betroffenen müssen nicht länger traurig sein. Das Jugendbegegnungshaus "UcKerWelle" springt in die Bresche, ließ Lars Gerulat von der Einrichtung wissen. Er informierte, dass an der Rezeption der Begegnungsstätte in der Brüssower Allee nicht nur ab sofort neue Liebesschlösser erhältlich sind. Für einen kleinen Obolus können Verliebte die winzigen roten Teile nebst zwei Schlüsseln erwerben. Die Einnahmen werden für die soziale Arbeit in dem Objekt verwandt, ließ er auf Nachfrage wissen.

Darüber hinaus ist auch der Ort der Anbringung geklärt. Die "UcKerWelle" hat die Erlaubnis gegeben, sie an den Zaun der Einrichtung zu hängen. Das Objekt ist seit kurzem kameraüberwacht, weil es auch hier gehäuft Diebstähle gab. Die Betreiber und Gäste haben seitdem Ruhe vor Kriminellen. "Die Schlösser dürften hier also sicher sein", so Gerulat. Die ersten drei Paare haben die Chance schon ergriffen und sich dort verewigt.

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