Mit militärischen Ehren:

Nur die Braut verzichtet auf Anzug und Schulterstücke

Wenn Bundeswehrangehörige heiraten, dann können sie das in Galauniform tun. Alexander Lautenschläger macht von dieser Möglichkeit Gebrauch. Er und seine Frau, ebenfalls ein Leutnant, werden mit allen Ehren von den Offizierskollegen begrüßt.

Mit erhobenen Säbeln salutierten die uniformierten Hochzeitsgäste, das ist Brauch bei der Bundeswehr.
Claudia Marsal Mit erhobenen Säbeln salutierten die uniformierten Hochzeitsgäste, das ist Brauch bei der Bundeswehr.

Die Braut schreitet strahlend schön in die Nikolaikirche hinein. Kaum zu glauben, dass die zierliche Julia Ballin – an ihrem Hochzeitstag in einem Traum aus weißer Seide gewandet – im wahren Leben Dutzende Männer befehligt. Doch genau das ist der Fall. Die 24-Jährige gehört der Marine an, verdient als Leutnant zur See ihre Brötchen. Und hat sich ganz folgerichtig vor zwei Jahren auch in einen Soldaten verliebt. Das war beim Studium in München, wo Alexander Lautenschläger sich zum Leutnant des Heeres hochgedient hat. Zum Heiraten kam das Paar am Wochenende nach Prenzlau zurück, und einer von ihnen brachte sogar seine „Dienstbekleidung“ mit. Der 27-jährige Bräutigam trat in schwarzer Galauniform vor der Altar, wo Superintendent Dr. Reinhart Müller-Zetzsche ihnen seinen Segen gab.

Doch man musste dreimal hinschauen, um das zu bemerken. Denn sein Anzug unterschied sich nur durch schmale Schulterstücke und Biesen von dem, was der „normale“ Mann so beim Heiraten so trägt. Weil er sich aber für die Uniform entschieden hatte, durften die Offizierskollegen der beiden vor der Kirche Spalier stehen und sie sogar mit gezückten Säbeln ins Eheglück entlassen.

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