Geheimnisvolle Steine:

Phänomen an der Stadtmauer

Eine interessante Entdeckung machte ein Prenzlauer bei der Untersuchung von Steinen aus den Uckerseen. Sie weisen besondere Merkmale auf.

Mit einem selbst gebastelten Magnetstab machte sich Peter Bülow auf die Suche nach magnetischen Steinen in den Resten der Prenzlauer Stadtmauer.
Claudia Marsal Mit einem selbst gebastelten Magnetstab machte sich Peter Bülow auf die Suche nach magnetischen Steinen in den Resten der Prenzlauer Stadtmauer.

Peter Bülow ist einem Phänomen auf der Spur. „Mir ist durch Zufall bei der Untersuchung von Steinen, die wir vor über 20 Jahren aus den Uckersee geborgen haben, aufgefallen, dass sie magnetisch sind“, sagte der pensionierte Ingenieur, auf dessen Konto etliche Erfindungen und Patente gehen. Vor seinem Eigenheim machte er die Probe aufs Exempel. Mit einem großen Magneten ausgerüstet, untersuchte er das Pflaster. Bei circa jedem zehnten Stein gab es einen magnetischen Ausschlag. Gleiches testete er nun am Dienstag an der Prenzlauer Stadtmauer. „Wenn meine Vermutung richtig ist, dann sind in vielen Steinen bei uns Eisen, Nickel oder Kobalt enthalten. Also die einzigen Stoffe, die dauermagnetisch sind.“ Tatsächlich blieb sein Magnet an vielen Steinen „kleben“.

Welche Relevanz das für das Alltagsleben hat und ob man daraus vielleicht sogar wirtschaftlichen Nutzen ziehen könnte, dazu wollte sich Peter Bülow nicht äußern. „Es gibt doch viele junge, schlaue Köpfe, sollen die sich doch mal damit beschäftigen.“ Was er aber nicht erreichen wolle, sei ein Abriss der Mauer zum Zwecke der Steinverwertung, setzte er scherzhaft hinzu. „Aber vielleicht kann ja mal jemand mit Spezialgerät herausfinden, wie stark der Magnetismus ist.“

Weiterführende Links

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!