Umstrittenes Projekt:

Planungen für zweite Stallanlage ausgelegt

Nach einem Gerichtsurteil zog das Landesumweltamt seine Genehmigung für eine weitere Legehennenanlage in der Uckermark zurück. Doch die Investoren lassen diese Entscheidung nicht auf sich beruhen.

Blick in den Wintergarten der Legehennenanlage von Zollchow I. Die Heuballen sind beliebte Aussichtspunkte fürs Federvieh.
Monika Strehlow Blick in den Wintergarten der Legehennenanlage von Zollchow I. Die Heuballen sind beliebte Aussichtspunkte fürs Federvieh.

Nach dem gerichtlichen Baustopp für ihre Legehennenanlage bei Zollchow hat Landwirtin Kerstin Mittelstädt erneut Anlauf genommen und lässt die Planungsunterlagen für die Haltung von 39 990 Legehennen öffentlich auslegen. Bis zum 9. September sind diese in der Gemeindeverwaltung Nordwestuckermark in Schönermark und im Landesamt für Umwelt in Frankfurt (Oder) einsehbar. Einwendungen sind laut Landesamt bis 23. September schriftlich einzureichen.

Grenze liegt unter 40 000 Tieren

Bei weniger als 40 000 Tierplätzen reicht nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) eine Vorprüfung aus. Ab 40 000 Tierplätzen ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig, die umfangreicher als die Vorprüfung ist.  Für Zollchow II erteilte das Landesamt für Umwelt am 20. März 2013 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Gegen die Baugenehmigung hatten der BUND und die Bürgerinitiative „Contra Industrie-Ei Uckerseen“ geklagt, die in den zwei Anlagen (Zollchow I und II) eine gemeinsame sehen.