Ermittler bitten um Mithilfe:

Plastiksack soll zur Mutter des getöteten Babys führen

Neun Monate nach dem Fund einer Kinderleiche in Friedrichsthal bangt die Polizei um den Zustand der Kindsmutter. Sie braucht unbedingt Hilfe. Jetzt hoffen die Kriminalisten auf neue Hinweise aus dem Umfeld der Frau.

Der leitende Ermittler, Kriminalhauptkommissar Jens Höwer, zeigt auf der Karte den Ablageort des Plastesacks mit der Babyleiche.
Monika Strehlow Der leitende Ermittler, Kriminalhauptkommissar Jens Höwer, zeigt auf der Karte den Ablageort des Plastesacks mit der Babyleiche.

Die uckermärkischen Kriminalisten stehen vor einem Rätsel. Noch immer wissen sie nicht, wer die Mutter des getöteten Babys ist, das vor neun Monaten neben dem Deich in Friedrichsthal entdeckt wurde. Am 19. Mai 2014 fanden zwei Gemeindearbeiter des Amtes Gartz (Oder) bei Mäharbeiten einen schwarzen Plastiksack mit dem toten, unbekleideten Kind. Die Ermittler wenden sich erneut an die Bevölkerung, mit dem möglicherweise entscheidenden Hinweis bei der Aufklärung zu helfen. Denn eines wissen sie: Die Kindsmutter braucht dringend professionelle Hilfe. Sie könnte erneut schwanger werden und sich in einer ausweglosen Situation wähnen.

Kripo geht nicht von Mord aus

Kriminalhauptkommissar Jens Höwer leitet die Ermittlungen wegen Totschlags gegen die Kindsmutter. Er und seine Kollegen unterstellen ihr kein geplantes Vorgehen und gehen nicht von Mord aus. Eine Spur zu der Frau ist der schwarze Plastiksack, der nicht mit Trageschlaufen, sondern kleinen Fähnchen als Griffe ausgestattet ist. Er ist 48 Zentimeter breit und 55 Zentimeter lang. Die Griffe wurden kreuzweise übereinander gebunden. "Wer weiß, wofür solche Plastiktüten genutzt werden? Wo kann man sie erwerben? Und vor allem, wer nutzte oder nutzt solche Tüten in der betreffenden Region?", fragt Jens Höwer.

DNA-Untersuchungen, denen sich bisher 140 Uckermärker freiwillig stellten, schließen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus, dass die gesuchte Frau im Ort wohnt. Der Kreis der genetischen Ermittlung wird jetzt in Richtung Gartz und Schwedt ausgedehnt. Die Kriminalpolizei richtete für diesen Fall eine Telefonnummer ein: 0335561 4444.

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