Europaweite Kontrollen:

Polizei fahndet in 25 Ländern nach Auto-Dieben

Mit mehreren Hundertschaften wird diese Woche in ganz Deutschland nach gestohlenen Fahrzeugen gesucht. Das ist Teil einer europaweiten Fahndungsaktion. Alleine in der Uckermark können Polizisten Autos im Wert von 120 000 Euro sicherstellen.

Die in Haßleben aufgebaute Kontrollstelle gehörte zu den mobilen Einheiten.
Monika Strehlow Die in Haßleben aufgebaute Kontrollstelle gehörte zu den mobilen Einheiten.

Autoschieber rückten seit Mittwochs europaweit ins Visier von Ermittler. Mit einem Polizeigroßaufgebot erreichte die Kfz-Fahndungsaktion „Litcar“ am Donnerstag auch die Uckermark. Dazu gehörte zum Beispiel die Fahrzeugkontrolle auf der B 109 in Haßleben, der Uckermark Kurier berichtete am Freitag. Doch die Beamten hüllten sich da noch in Schweigen, weil sie zu strenger Geheimhaltung verdonnert worden waren. Kein Wunder, 25 EU-Länder sowie die Schweiz beteiligten sich an "Litcar". Insgesamt hatten sich elf Bundesländer mitsamt der Bundespolizei angeschlossen. Zudem war Europol in die Fahndung eingebunden, die in Deutschland das Bundeskriminalamt koordinierte.

In der Mark wurden knapp 440 Beamte entlang der Ost-Grenze eingesetzt. Dabei seien den Fahndern Autodiebe mit sechs Fahrzeugen, zumeist neu, im Wert von 120 000 Euro ins Netz gegangen. Die meisten Kontrollen fanden an den Bundesautobahnen 11, 12 und 15 in Richtung Polen statt, aber auch an den Zufahrtsstraßen zur polnischen Grenze, wie in Neurochlitz bei Mescherin und Hohenwutzen. In der Uckermark, in der 111 Beamte aufgeboten wurden, stand  die größte Kontrollstelle auf dem Parkplatz Rathsburgseen an der A 11.

Für Timo Lück von der Soko Grenze im Polizeipräsidium hat sich der Aufwand gelohnt. Abgesehen vom materiellen Schaden, der abgewendet wurde, können sich die Eigentümer über die Rückkehr ihrer Fahrzeuge freuen. So wie ein Kia-Händler, dessen Ceed von einem Autohaus in Nordrhein-Westfalen direkt über die Grenze gebracht werden sollte. Zudem wurden zwei Mercedes gestoppt, die nach einem sogenannten "Homejacking" auf der Autobahn Richtung Osten rollten. Dabei brechen die Diebe gezielt in Häuser ein, um die Autoschlüssel zu stehlen. Diese Methode wird wird unter Autodieben immer beliebter.

Die in Haßleben am Donnerstag aufgebaute Kontrollstelle gehörte zu den mobilen Einheiten der Kontrollen. Das Potsdamer Präsidium hatte drei seiner vier Hundertschaften im Raum Frankfurt und Cottbus sowie der Uckermark aufgeboten. Sie sollten nicht nur die Kriminellen und gestohlene Fahrzeuge aufspüren, sondern auch Vorgehensweisen und Fahrtrouten der Täter ermitteln. Zudem geben solche Großkontrollen Einblicke in die kriminellen Strukturen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung