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Polizeiabsperrung sorgt für Verwirrung

Wo rot-weißes Flatterband weht, ist meistens etwas nicht in Ordnung. Wenn es sich dabei noch um Absperrband der Polizei handelt, vermuten die Menschen ganz schnell ein Verbrechen. Passanten wunderten sich daher über eine gesicherte Fläche in Prenzlau.

Das rot-weiße Flatterband der Polizei sperrt einen Bereich in der Geschwister-Scholl-Straße ab.
Andrea Dittmar Das rot-weiße Flatterband der Polizei sperrt einen Bereich in der Geschwister-Scholl-Straße ab.

Im ersten Moment war es sicher für einige Passanten, die auf dem Marktberg in Richtung Templin oder Prenzlauer Stadtzentrum unterwegs waren, ein Schreck. Ein rot-weißes Polizeiband an einem Mehrfamilien-Wohnhaus in der Geschwister-Scholl-Straße? Ob da etwas Schlimmes geschehen war? Auch ein Teil des Gehwegs und die Rasenfläche vor dem Haus waren mit abgesperrt, sodass Fußgänger der Abgrenzung ausweichen mussten und die Straßenseite wechselten.

„Das Absperrband wurde von unseren Polizeibeamten dort am Sonntag angebracht“, klärte Gerald Pillkuhn, Polizeisprecher der Prenzlauer Inspektion, auf. Der Bereitschaftsdienst der Wohnbau Prenzlau hatte die Beamten zu Hilfe geholt. Um Fußgänger vor herunterfallenden Ziegeln vom Dach zu schützen, hatten die Polizisten diese Vorsichtsmaßnahme ergriffen und den Gehweg sowie die angrenzende Wiese abgesperrt.

Wohnbau-Chef René Stüpmann bestätigte den Vorfall am Dienstag gegenüber dem Uckermark Kurier. „Am Sonntagmorgen hatte sich bei der Havarie ein Anwohner aus der Geschwister-Scholl-Straße gemeldet. Dort waren durch den Wind einige Dachziegel heruntergefallen“, so Stüpmann.

Das Absperrband soll so lange befestigt bleiben, bis der Dachdecker neue Ziegel angebracht hat. René Stüpmann versprach, dass es bereits am heutigen Mittwoch passieren soll. „Aber wir wollen auf Nummer sicher gehen, für den Fall, dass noch mehr Dachziegel herunter kommen. Da wollen wir lieber auf Sicherheit bedacht sein“, sagte der Chef der Wohnbau. Deswegen müssen Fußgänger dem rot-weißen Absperrband noch einen weiteren Tag ausweichen.