Viele neue Jobs:

Prenzlau baut für Audi und VW

Ein Prenzlauer Autoteile-Zulieferer nimmt Fahrt auf - die Auftragsbücher sind prall gefüllt. 2014 soll eine neue Halle für 4,5 Millionen Euro gebaut werden. Das schafft perspektivisch viele neue Arbeitsplätze und Lehrstellen, verspricht der Chef.

Die Belegschaft ist frauendominiert.
Claudia Marsal Die Belegschaft ist frauendominiert.

Wenn dieser Fakt nicht stolz macht: Deutschlands größte Autobauer setzen auf eine, an ihren Konzernzahlen gemessen, recht kleine Prenzlauer Firma.

Die im Gewerbegebiet Ost ansässige Boryszew Oberflächentechnik GmbH ist ihnen wichtig, sie fertigt nämlich ein ganz wichtiges Teil, das in 90 Prozent aller Fahrzeuge von Audi und in 40 Prozent aller VW-Modelle montiert wird. Es handelt sich dabei um Hebel für die Türinnenmechanik, erklärt der Werksleiter. Und da sich das hiesige Werk als einziges in Deutschland auf dieses Element spezialisiert hat, sind die 277 Mitarbeiter vor Ort auch so unentbehrlich für die Großkonzerne.

Die Firma hat wieder an Fahrt gewonnen, versichert Lutz Suhrbier, der die Geschicke in der eigens für Prenzlau gegründeten Tochterfirma lenkt. Bis zu 90 000 Teile verlassen jetzt schon pro Monat das Werk an der Brüssower Allee, das Gros geht sogar bis nach Japan und Mexiko, wo der hiesige Autoteilezulieferer deshalb 2015 eine zweite Niederlassung eröffnen will.

Für die uckermärkische Kreisstadt wird das allerdings keinen Stellenabbau nach sich ziehen, beruhigt Shrbier. Im Gegenteil, vor Ort soll im kommenden Jahr die Galvanik (Oberflächenbeschichtung) erweitert werden. Die Finanzierung für das 4,5 Millionen Bauprojekt ist  geplant.

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