:

Prenzlauer Firma hat Insolvenz beantragt

Von den schweren Ausfällen vor fünf Jahren hat sich die Reserv GmbH nicht erholt. Jetzt bangen die Mitarbeiter um ihre Arbeit.

Das Tor zum Firmengelände soll sich nicht schließen.
Monika Strehlow Das Tor zum Firmengelände soll sich nicht schließen.

Die rund 180 Mitarbeiter der Firma Reserv GmbH wurden auf einer Belegschaftsversammlung von der Geschäftsleitung informiert, dass beim Amtsgericht Neuruppin Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt wurde.

Gehälter sind bis Mitte November gesichert

Geschäftsführerin Kirstin Düzel versuchte, verständliche Ängste um den Job zu nehmen. So seien die Lohn- und Gehaltszahlungen der Mitarbeiter bis zum November 2015 über das Insolvenzgeld abgesichert. Der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter.

Das Gesetz zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen vom März 2012 ermöglicht der Firma eine Sanierung unter Insolvenzschutz in Eigenverwaltung. Das heißt, Kirstin Düzel selbst leitet die Sanierung gemeinsam mit einem vorläufigen Sachwalter. Dazu wurde Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner aus Potsdam bestellt. Auf der Grundlage eines abgestimmten Sanierungs- und Zukunftskonzeptes soll die Reserv GmbH in Eigenverwaltung rekonstruiert werden. Dabei handele es sich um eine Sanierung, bei der das Unternehmen erhalten werden soll.

Die Reserv GmbH arbeitet für uckermärkische Kommunen, unterhält in Neubrandenburg eine Niederlassung und ist in Berlin aktiv.

Weiterführende Links