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Prenzlauer lassen sich Spaß nicht nehmen

Rutschige Straßen, eine erhöhte Unfallgefahr und das Freikratzen der Windschutzscheibe – der Wintereinbruch brachte allerhand Unannehmlichkeiten mit sich. Doch davon lässt sich die Prenzlauer nicht den Spaß am ersten Schnee der Saison nehmen.

Marco Beyersdorf fährt seine Töchter Natalie (vorne) und Lara spazieren.
Carsten Korfmacher Marco Beyersdorf fährt seine Töchter Natalie (vorne) und Lara spazieren.

Als sich am Montagmittag die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch das schneebedeckte Grün des Prenzlauer Stadtparkes bahnen, hält es Claudia Kreidt und ihre Familie nicht mehr zuhause. Sie schnappt sich die zehnjährigen Töchter Jasmin und Isabelle, ruft noch schnell ihre Nichte Johanna Getzlaff an. Und auf geht es zur Schneeballschlacht in den Stadtpark. „Es ist doch toll, dass wir endlich Schnee bekommen. Die Kinder haben sich schon seit Wochen auf das wilde Schneegestöber im Park gefreut“, erzählt die junge Mutter freudig. Und als sie einen Schneeball von Isabelle abbekommt, mischt sie munter mit.

Weitgehend blieb es bisher bei Blechschäden

Das befürchtete Winterchaos in der Uckermark blieb bisher aus. Allerdings wurde die Schneeglätte einem 48-jährigen Renaultfahrer am Montagmittag auf der Landesstraße 15 zwischen Hardenbeck und Lychen zum Verhängnis. Hinter einer Kurve verlor er offensichtlich die Gewalt über sein Fahrzeug, das nach links von der Straße abkam und sich überschlug. Die beiden Insassen wurden dabei verletzt. Bei einem anderen Crash am Vormittag zwischen Flieth und Kaakstedt war es bei Blechschäden geblieben. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Verkehrsunfälle oder andere Beeinträchtigungen durch den Wintereinbruch, teilte Pressesprecher Gerald Pillkuhn von der Polizeiinspektion Uckermark mit.

Mit 15 Räumfahrzeugen im Einsatz

Auch Sebastian Matznick, Leiter der Angermünder Straßenunterhaltungsstelle der Uckermärkischen Dienstleistungsgesellschaft UDG, gibt Entwarnung. „Zwar gab es kleinere Unfälle auf den Bundesstraßen, doch auf den Landstraßen und in den Städten und Gemeinden blieb es bisher ruhig“. Da es außerdem windstill sei und es somit keine Schneeverwehungen gebe, seien auch die täglichen Räumarbeiten effektiv. Die UDG ist dieses Jahr uckermarkweit mit 15 Räumfahrzeugen im Einsatz.