Entscheidung am Montag:

Protest gegen neue Windmühlen

Seit Jahren warten uckermärkische Kommunen und Investoren auf sichere Planungsgrundlagen. Ihre Hoffnung liegt nun auf dem Montag.

Der höchste Turm rund um Prenzlau steht in Dauer. Die Windmühlen überragen ihn längst und sie rücken näher.
Monika Strehlow Der höchste Turm rund um Prenzlau steht in Dauer. Die Windmühlen überragen ihn längst und sie rücken näher.

Die Volksinitiative "Rettet Brandenburg" plant am kommenden Montag eine Demonstration in Eberswalde. Dort tagt die Regionalversammlung, das höchste Gremium der Regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim. Die Regionalräte entscheiden dort über den Entwurf des Teilplans "Windnutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung".

Das Thema birgt Brisanz und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen in Form von Protest der Volksinitiative. "Gegen den vorgelegten Regionalplan gibt es immer mehr Widerstand aus Ahrensfelde, Wandlitz und Angermünde. Daher darf er so nicht verabschiedet werden", erklärt der Sprecher der Volksinitiative, Rainer Ebeling.

Anlagen werden immer höher

Zum anderen warten Kommunen und Investoren der gemeinsamen Planungsregion seit Langem auf die Aktualisierung des noch immer geltenden "Windplans" von 2004. Sie erhoffen sich rechtssichere Planungsgrundlagen, die der moderneren Windkrafttechnik mit immer höheren und leistungsfähigeren Anlagen Rechnung tragen sollen. Schließlich sieht der aktuelle Entwurf neue Abstandsregeln von 1000 Metern zu Wohnbauten vor. So lange jedoch der neue Teilplan nicht in Kraft tritt, müssen die neuen Anträge nach den alten Kriterien bewilligt werden. Und die erlauben unter anderem noch einen Abstand von 800 Metern.

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