Kein Platz für Rassisten:

Protestmarsch vertreibt Mahnwache

Das Ringen um Toleranz hat rund 200 Angermünder auf die Straße getrieben. Sie reagierten auf eine angekündigte NPD-Aktion und zeigten, dass Flüchtlinge willkommen sind. Sie übten aber auch Kritik an der Kreisverwaltung.

Mit Plakaten zogen die Demonstranten zum Rathaus, um dort ein Straßenfest zu feiern.
Christina Schmidt Mit Plakaten zogen die Demonstranten zum Rathaus, um dort ein Straßenfest zu feiern.

Die von der NPD angekündigte Mahnwache vor dem Angermünder Rathaus war offenbar zurückgezogen worden. Das hinderte die Organisatoren des Bürgerbündnisses aber nicht, ihre Botschaft lautstark zu formulieren. 200 Demonstranten zogen vom Bahnhof in Richtung Innenstadt und postierten sich vor den Türen des Rathauses. Eben dort, wo ursprünglich die Rassisten einen Platz besetzen wollten.

„Jetzt erst recht sagen wir, dass in dieser Stadt kein Platz ist für Feinde der Demokratie“, rief Wolfgang Rall vom Bürgerbündnis den Demonstranten zu. Dem Religionslehrer, als Anführer der Protestierenden, ist der Einsatz für Weltoffenheit und Solidarität gegenüber den Flüchtlingen in der Notunterkunft ein echtes Bedürfnis.

Personalprobleme in der Unterkunft

Eine Schlacht geschlagen, taucht für die Aktiven im Bürgerbündnis bereits ein neues Problem auf. Die Freiwilligen, die sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge kümmern, fürchten um die Zusammenarbeit. Andreas Stephan, der in der Unterkunft bisher gemeinsam mit einer weiteren Mitarbeiterin tätig war, ist offenbar vom Landkreis gekündigt worden. In einem Protestbrief an die Kreisverwaltung, der von zahlreichen Demonstranten mit unterzeichnet wurde, fordern die Ehrenamtlichen eine Lösung der Personalprobleme und laden einen Kreisvertreter zur nächsten Bündnisversammlung am 16. April ein.

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