Steingräber an der A 11:

Randowtaler wollen ihre Vorfahren zurück

Archäologen haben bei Schmölln sensationelle Funde ausgegraben. Die Wissenschaftler sind abgezogen,  die Funde haben sie mitgenommen. Doch für die Schmöllner ist damit noch lange nicht Schluss.

Die Ergebnisse der Grabungen sollen in Schmölln dauerhaft nachvollziehbar bleiben.
Monika Strehlow Die Ergebnisse der Grabungen sollen in Schmölln dauerhaft nachvollziehbar bleiben.

Spektakuläre Funde, die Archäologen bei Bauarbeiten an der Autobahnabfahrt Schmölln entdeckt haben, weckten nicht nur das Interesse von Wissenschaftlern und Neugierigen. Ein ungeöffnetes Steinkistengrab mit Bestattungen, Gebeinen, Keramik oder anderen Gebrauchsgegenständen zählten unter anderem zu den Funden. Forderungen wurden laut, die Grabungsstätte nicht einfach wieder zu schließen und dem Vergessen preiszugeben. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum versprach, nach Möglichkeiten zu suchen, den Wünschen entgegenzukommen. Auch die Gemeinde Randowtal machte sich Gedanken, führte bereits hinter den Kulissen Gespräche mit Behörden, Privatpersonen und Firmen.

Jetzt hat sie das Landesamt beim Wort genommen und zu einer Einwohnerversammlung am 10. Juni in Schmölln eingeladen. Dabei soll es darum gehen, wie der Fund an sich und die Geschichte dahinter öffentlich zugänglich gemacht werden könnten. „Darum werden auch wir als Gemeinde unsere Ideen vorstellen“, deutet Bürgermeister Axel Krumrey zum Beispiel eine mögliche Neugestaltung der Dorfmitte an. Beginn der Versammlung ist um 17.30 Uhr im Gemeindesaal.

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